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- Veröffentlicht am Sonntag, 18. Dezember 2022 05:04
Frauentragen
Maria und Josef auf Herbergssuche / Der andere Adventskalender hat 28 „Türchen“ (22)
Aus der mittelalterlichen Tradition des Weihnachtsspiels als geistliches oder liturgisches Spiel stammen die Bräuche der Herbergsuche, bei der Jugendliche von Haus zu Haus ziehen und mit verteilten Rollen ein Herbergslied singen, sowie besonders im alpenländischen Brauchtum das Frauentragen
Beim Frauentragen, auch Wandermuttergottes genannt, werden an den letzten Tagen vor Weihnachten Marienbilder, ausgehend von Kirchen, von Haus zu Haus getragen und in den Familien verehrt. Am Heiligen Abend kehren die Bilder in die Kirchen zurück.
Als Herbergssuche wird in der christlichen Tradition die vergebliche Suche von Maria und Josef nach einer Unterkunft in Bethlehem vor der Geburt Jesu Christi bezeichnet. Die Szene ist eine volkstümliche Dramatisierung der knappen Angabe des Lukasevangeliums (Lukas-Evangelium, Neues Testament/Bibel: Lk 2,7).
Das Spiel: Die Herbergssuche wird von drei Personen gespielt: Maria und Josef von zwei Kindern, die Rolle des Herbergsvaters wird von einem (älteren) Mann übernommen. Oft wird bei dem Schauspiel das Lied „Wer klopfet an“ gesungen. Dieses Brauchtum hat sich vor allem seit dem 16. Jahrhundert verbreitet. - red
Qu.: Fachliteratur (Landesbibliothek Speyer, Bibliothek St. German Speyer), Wikipedia
