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- Veröffentlicht am Donnerstag, 11. Juni 2026 21:08

Michael Wagner © CDU RLP
Verkehrsbeschränkungen sind Vorsichtsmaßnahmen – Ersatzneubau darf nicht aus dem Blick geraten
Nachdem bei weiterführenden Untersuchungen neue Risse an der B9-Brücke über die L528 bei Speyer festgestellt wurden, hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) vorsorglich Verkehrsbeschränkungen angeordnet.
Der direkt gewählte Speyerer Landtagsabgeordnete Michael Wagner (CDU) hat sich hierzu beim Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr Rheinland-Pfalz nach dem aktuellen Sachstand erkundigt.
„Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer hat oberste Priorität. Deshalb ist es richtig und verantwortungsvoll, dass die zuständigen Fachleute jetzt mit der notwendigen Sorgfalt vorgehen und vorsorgliche Maßnahmen ergreifen“, erklärt Wagner.
Die Brücke stammt aus den frühen 1970er Jahren und wird täglich von mehr als 66.000 Fahrzeugen genutzt. Aufgrund ihrer Bauweise wird das Bauwerk bereits seit Jahren intensiv überwacht und regelmäßig zusätzlich geprüft. Nachdem bei der jüngsten Hauptprüfung erste Auffälligkeiten festgestellt worden waren, wurden Anfang Juni bei vertieften Untersuchungen weitere neue Risse an beiden Teilbauwerken entdeckt. Die Ursachen werden derzeit umfassend untersucht. B is belastbare Ergebnisse vorliegen, gelten auf der B9 im Bereich der Anschlussstelle Speyer-West in beiden Fahrtrichtungen Tempo 50 sowie ein Mindestabstand von 50 Metern zwischen Lastkraftwagen.
„Niemand freut sich über zusätzliche Einschränkungen auf einer der wichtigsten Verkehrsachsen unserer Region. Dennoch gilt: Sicherheit geht vor Geschwindigkeit. Die jetzt angeordneten Maßnahmen dienen dem Schutz der Verkehrsteilnehmer und der Sicherung des Bauwerks“, so Wagner. Nach Angaben des Ministeriums wird derzeit insbesondere untersucht, ob tragende Bauwerksteile betroffen sein könnten. Parallel werden Materialproben ausgewertet und die Tragfähigkeit des Bauwerks neu bewertet.
Für den CDU-Landtagsabgeordneten zeigt der Vorgang zugleich die Herausforderungen bei der Erhaltung der Verkehrsinfrastruktur: „Viele Brücken in Deutschland stammen aus einer Zeit, in der Verkehrsaufkommen und Belastungen deutlich geringer waren als heute. Deshalb brauchen wir eine verlässliche und langfristige Infrastrukturpolitik, die Erhalt, Sanierung und Ersatzneubauten rechtzeitig plant und finanziert." Von zentraler Bedeutung sei in jedem Fall die Tragfähigkeit der Brücke, um auch die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, so der Abgeordnete.
„Wir müssen uns auf alle denkbaren Entwicklungen vorbereiten“, betont Wagner. „Sollten die Untersuchungen gravierendere Schäden aufzeigen, dürfen notwendige Entscheidungen nicht aufgeschoben werden. Dann muss schnell gehandelt werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig die Mobilität in unserer Region so gut wie möglich aufrechtzuerhalten.“
Wagner begrüßt, dass der LBM bereits die notwendigen Schritte ergriffen hat und so auch entsprechende Handlungsoptionen entwickeln kann.
„Vorsorge und Transparenz sind jetzt entscheidend. Die Menschen in der Region müssen frühzeitig wissen, welche Auswirkungen die Untersuchungsergebnisse auf den Verkehr haben können, denn die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht Transparenz über den Zustand wichtiger Verkehrsverbindungen.“ - CDU RLP
