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Tag der Diakonin +plus „Lasst die Fülle zu!“

Bundesveranstaltung mit Gottesdienst und „Fest der Fülle“ am 29. April in Speyer

Speyer. Der bundesweite Tag der Diakonin wird in diesem Jahr in Speyer gefeiert. Am 29. April laden die katholische Frauengemeinschaft Deutschlands, das Netzwerk Diakonat der Frau, der Katholische Deutsche Frauenbund und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken gemeinsam unter dem Motto „Lasst die Fülle zu!“ zu den Feierlichkeiten im und um den Speyerer Dom.

   An diesem Tag soll die Fülle an Begabungen innerhalb der Kirche, die es bereits gibt, gezeigt werden – und wie diese gelebt und eingebunden werden könnte. Seit 1998 gibt es den „Tag der Diakonin“. Immer am 29. April, dem Festtag der Hl. Katharina von Siena, fordern die vier Verbände die Öffnung des sakramentalen Diakonats für Frauen in der römisch-katholischen Kirche.

   In Speyer beginnen die Feierlichkeiten um 16:00 Uhr mit einem zentralen Gottesdienst im Speyerer Dom. Die Besonderheit: Dieser wird ausschließlich von Frauen, Vertreterinnen der vier Organisationen, geleitet.

   Am Gottesdienst ebenfalls teilnehmen werden Frauen, die bereits die Ausbildung zur Diakonin absolviert haben – sie müssten nur noch geweiht werden und könnten dann direkt in ihr Amt starten. Im Anschluss gibt es ein buntes, informatives und musikalisches Programm, das bei Essen und Trinken zum Austausch im Domgarten an der Steinmauer einlädt.

   „Wir fordern, endlich die von Gott geschenkte Fülle an Begabungen und Berufungen und somit die Vielfalt in der Kirche anzuerkennen!“, betonen die Veranstalter. Sie möchten nicht noch weitere Jahrzehnte auf die sakramentale Weihe von Frauen zu Diakoninnen warten.

   Viele Bischöfe in Deutschland unterstützen das Anliegen, so auch Speyers Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann: „Die Synodalversammlung des Synodalen Weges hat sich im März 2023 mit großer Mehrheit für eine Öffnung des sakramentalen Diakonats für Frauen ausgesprochen. Auch ich habe diesem Text mit seinen Voten aus Überzeugung zugestimmt. Und auch die wissenschaftliche Theologie der vergangenen Monate verdeutlicht: Nicht mehr die Zulassung von Frauen zum Diakonat bedarf einer Begründung, sondern ihr Ausschluss.“

   Alle Interessierten sind zum Tag der Diakonen eingeladen und können sich für die Bundesveranstaltung in Speyer noch bis zum 21. April 2024 anmelden unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

   Ferner sind alle Frauen eingeladen, in ihren Gemeinden vor Ort mit einem Gottesdienst den Tag mitzufeiern. Eine Arbeitshilfe für den Gottesdienst steht hier zur Verfügung: www.kfd.de/tag-der-diakonin/

 

Hintergrundwissen

   Den bundesweiten Tag der Diakonin gibt es seit 1998, er wird in diesem Jahr zum 26. Mal gefeiert. Er findet jedes Jahr in einer anderen Diözese statt und verfolgt das Ziel, einmal im Jahr daraus hinzuweisen, dass Frauen aus Selbstverständlichkeit heute, und auch in der Kirchengeschichte, schon immer die Aufgaben der Diakone ausgeübt haben – ohne offiziellem Titel. Diakone dürfen unter anderem bei der Eheschließung assistieren, taufen und Gottesdienste feiern.

   Der Tag der Diakonin wird immer am 29. April gefeiert, dem Festtag der Hl. Katharina von Siena. Sie, die mit der Auslebung des Evangeliums und der Beerdigung Verstorbener bereits diakonische Aufgaben erfüllte, gilt als Vorbild.

   In diesem Jahr wird zudem ein neues Zeichen gesetzt: Die Veranstaltung heißt ab diesem Jahr „Tag der Diakonin +plus“. Das „+plus“ macht deutlich, dass die Organisatoren sich für eine Kirche einsetzen, die allen Menschen, unabhängig ihres Geschlechts, den Zugang zu allen Diensten und Ämtern öffnet.

   Damit ist nicht nur das Diakonat, sondern auch das Priesteramt gemeint. - Barbara Stöckmann & Bistum Speyer

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