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- Veröffentlicht am Freitag, 01. Mai 2026 20:59
Rathaus Speyer © Bernhard Bumb
Der Eingang des Speyerer Rathauses (Detail)
Dieses Motiv, vom 1. Mai 2026, ist das aktuelle Bild im Titel vom Speyer-Report
Das Bild zeigt den Eingang des vor noch nicht all zu langer Zeit in den Farben der Stadt Speyer – Rot/Weiß – frisch gestrichenen Rathauses. In 2026 feiert das Haus 300 Jahre Bestehen.
Das Rathaus ist eines der drei Gebäude, die der Stadtrat beim Wiederaufbau der Stadt Speyer nach deren Zerstörung (1689) in Auftrag gegeben hat.
Zuerst ließ der Rat die Dreifaltigkeitskirche errichten (1701 bis 1717) – daher ist dieses Gebäude einst eine Rats-, beziehungsweise Bürgerkirche. Zum Zeichen, dass die Bürgermeister und Ratsherren die Bauherren sind, befindet sich das Siegel/Wappen der Stadt vor dem Altar in der Decke und über dem Haupteingang der Kirche - der katholische Dom im und an der lutherischen/protestantischen Kirche.
Dem ursprünglich lutherischen Gotteshaus folgte der Bau des Rathauses, eröffnet am Dreikönigstag 1726 mit einer Sitzung des Stadtrates. Der Grundstein wurde am 31. August 1712 gelegt. Der Eröffnung am 6. Januar 1726 ging ein Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche voraus.
Nach den Reden zur Eröffnung gab es „ein Glas Wein“ und als Speise Bücklinge und Bratwürste - „ein gewiss einfacher Imbiss“, heißt es in dem Buch „Speyer – kleine Stadtgeschichte“ von Klotz/Rölle.
Das dritte Haus im Bunde der Ratsgebäude ist das städtische Kaufhaus „zur Münze“, eröffnet 1748, an dessen Stelle das gleichnamige Haus stand (zerstört 1689), ursprünglich das Zentrum der Patrizier, Adligen und Hausgenossen – also der obersten Vermögens-, Handels- und Finanzliga.
Ganz oben, auf dem Bogen des Hauses stand die Fortuna, die Göttin des Glücks. Man huldigte ihr nicht, man sah in ihr ein Symbol dafür, dass der 1689 zerstörten Stadt, die wieder aufgebaut wurde, mehr Glück für die Zukunft beschert werden soll.
Die Fortuna steht aus Gründen der Sicherheit seit etlichen Jahren im Foyer des Historischen Museums der Pfalz. - bb
