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- Veröffentlicht am Mittwoch, 29. April 2026 20:30
Tödlichen Absturz im Speyerer Auwald - Erklärung der Freien Wähler Speyer
Sehr geehrte Damen und Herren,
zum fünften Mal seit 1990 ist es am Flughafen Speyer am 28. April 2026 zu einem Absturz gekommen, davon vier tödliche mit insgesamt 5 Toten.
Nimmt man noch die Kollision in Oberhausen-Rheinhausen dazu, direkt überm Rhein, so sind es 6 Abstürze mit 9 Toten.
Diese Abstürze um den Flughafen sind zu erwarten, weil Flugverkehr insgesamt recht sicher ist, aber von allen Abstürzen 36 Prozent in der Startphase und 55 Prozent in der Landephase passieren, womit 91 Prozent aller Abstürze in der Start- und Landezone der Flughäfen geschehen. Einen Flughafen betreiben, heißt mit Sicherheit Abstürze in dessen Umfeld zu verursachen.
Bis heute hatte Speyer großes Glück, weil nur kleine Propellerflugzeuge abgestürzt sind und davon keines in Wohngebiete, in den Dom, noch näher das in das Freibad, Technikmuseum oder das Raffineriegebiet. Ein Ultraleichtflugzeug führt z. B. für den Rotax-Motor nur 66 bis 96 Liter Benzin mit, gut das Doppelte eines PKW.
Die Düsenjets, für die die Startbahn ausgebaut wurde, starten dagegen etwa mit dem Learjet 31 A mit 1.871 kg Kerosin, der Learjet Challenger 300, den die BASF für Flüge nach China einsetzte, führt bis zu 6.296 kg Kerosin mit. Maximal möglich in Speyer ist der Global 5000 mit 16,3 Tonnen Kerosin. Ein weiterer Vergleich: Die maximale Kerosin-Zuladung eines Aermacchi MB-339 FD, von denen zwei in Ramstein kollidierten und 78 Menschen töteten, beträgt 1.430 kg. Auch solche Jets stürzen immer wieder ab und dann gibt es eine große Brandwolke. Selbst ein gut gepflegter Jet kann jederzeit durch Vogelschlag ins Triebwerk abstürzen, etwa durch Gänse aus dem benachbarten Auwald.
Diese Jets haben auch von allen Fortbewegungsmitteln den mit Abstand höchsten CO2-Ausstoß pro Passagier und km. Während moderne Ultraleicht-Propellermaschinen kaum mehr Kilogramm Treibstoff pro hundert Kilometer verbrauchen wie ein PKW, verbrauchen die kleinen Düsenflugzeuge ihre Tonnen Kerosin-Zuladung. Absurd dass dieser Luxusbedarf mit größtmöglicher Treibhausschädlichkeit auch noch von Speyer subventioniert wird. Und damit ein Flughafen aufrecht erhalten wird, der nur dieser Kerosin-Verschwendung und dem Hobbybedarf dient. Wobei dieser Flugplatz eine halbe Million Quadratmeter Gelände blockiert von denen 337.000 der Stadt Speyer gehören.Speyerer Preise für Gewerbegrundstücke angesetzt, ist das blockierte Gelände 55 bis 77 Millionen Euro wert.
Die Freien Wähler erwarten, dass die Stadt Speyer endlich Startgebühren durchsetzt, die die vollen Kosten des Betriebes decken. Sofern diese den Luxus-Luft-Taxi-Betrieb verhindern, würde das Gelände endlich zur finanziellen Stärkung der Stadt und zur Ansiedlung vieler Arbeitsplätze frei. Und das Damokles-Schwert eines Jet-Absturzes würde nicht mehr über dem Leben ihrer Bürger hängen.
Mit freundlichen Grüßen, Claus Ableiter, Kreisvorsitzender Freie Wähler Speyer
Informationssammlung der FW Speyer zum Speyerer Flugplatz:
http://www.bürgergemeinschaft-speyer.de/flughafen.htm
http://www.bürgergemeinschaft-speyer.de/sites/flughafen/ramstein.htm
http://www.bürgergemeinschaft-speyer.de/sites/flughafen/erklarerung.htm
Treibstoffmenge Ultraleichtflugzeug: https://fk-aircraft.com/en/aircraft/fk14-polaris/
