Aktuell

Dörte Schall (r.), neben ihr Constanze Janda. - Bilder © Bernhard Bumb

„Machen Sie was aus dem, was Sie gelernt haben“

Zeugnisübergabe an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften

Speyer. - Universitäts-Professorin Dr. Constanze Janda, Rektorin der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften, übergab am vergangenen Dienstag Zeugnisse an eine Gruppe von Hörern, die im Jahr 2025 ihr Studium an der Speyerer Universität abgeschlossen haben.

   Es waren folgende Abschlüsse: 12 Master Public Administration (M.A.), darunter einer mit europäischem EMPA-Zertifikat, ein Master Wissenschaftsmanagement (M.P.A.) sowie eine Promotion.

   Ingo Schmitt (Seeheim-Jugenheim) promovierte zum Thema "Grenzüberschreitender Umsatzsteuervollzug durch multilateralen Informationsaustausch - Eine Untersuchung zur Modernisierung und Optimierung der administrativen Zusammenarbeit nationaler Steuerverwaltungen".

   Dörte Schall, Staatsministerin für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz, sprach zum Thema „Transformation und Digitalisierung in Staat und Verwaltung“.

   Unter den etwa 200 Gästen der Veranstaltung – Professoren, Unterstützer der Absolventen, Angehörige und Freunden - waren Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler, Beigeordnete Irmgard Münch-Weinmann und der Speyerer Landtagsabgeordnete im rheinland-pfälzischen Parlament Michael Wagner.

 

Constanze Janda, Carla Löwenstein.

 

   Carla Löwenstein vom Ausschuss für Forschung und Lehre überreichte Rektorin Janda den „Preis für gute Lehre“ - ein Pokal mit Blumenstrauß - und hielt auf die Universitäts-Professorin eine Laudatio. Zu Beginn der Feierstunde sagte Janda, dass ein feierlicher Rahmen für die Zeugnisübergabe von den Absolventen gewünscht war.

   Ministerin Schall betonte in ihrer Festrede zunächst, dass es eine Ehre sei, hier, an dieser Uni sein zu dürfen. Die Speyerer Uni sei ein Ort der Verwaltung, an dem Zukunft gemacht werde. Speyer setze Maßstäbe für Generationen, für Verwaltungen und für Staatsentwicklung.

   In ihrer Rede machte die Ministerin klar, dass Künstliche Intelligenz keine eigene Schlüsse ziehen könne, sie wisse nichts, sie könne nur rechnen, man dürfe sich diesbezüglich nicht irren lassen.

   In wenigen Jahren werde es hinsichtlich der demografischen Entwicklung in Rheinland-Pfalz etwa 200.000 arbeitsfähige Leute weniger geben, da bedürfe es einer klugen Digitalisierung.

   Schall forderte die „Teilhabe aller Menschen an der Digitalisierung“, sie sagte in puncto Zukunftstechnik und Sicherheit, dass in den Kommunen ziemlich digital nachgelegt werden müsse.

   An die Absolventen gewandt sagte Schall: „Sie haben nicht ausgelernt“ und ihnen, als zukünftige Führungskräfte, gab sie mit auf den Weg: „Im Mittelpunkt steht der Mensch, nicht die Maschine, nicht die Technik“.

   Digitalisierung dürfe nicht „über die Köpfe“ gemacht werden, es gelte, die menschliche Beteiligung mitzunehmen, die Mitbestimmung als Freiheitsrecht wahren. Vertrauen sei wichtig, ohne Vertrauen scheitere die Zukunft und die Transformation, so Schall.

   „Sie brauchen Professionalität und Teamfähigkeit“, sagte die Ministerin zu den Absolventen und merkte abschließend an: „Machen Sie was aus dem, was Sie gelernt haben“. - bb

Zusätzliche Informationen