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„Baden schaut über den Rhein“ 2024 © Dombauverein Speyer / Dr. Barbara Schmidt-Nechl

Konzert „Baden schaut über den Rhein“ erwirtschaftet 5.910 Euro für den Domerhalt

Zum Muttertag ein mächtiges Klangerlebnis

Speyer. - Ein bunter Strauß an Musikstücken wurde am Muttertag im Speyerer Kaiser- und Mariendom zu einem mächtigen Klangerlebnis.

   In der vom Dombauverein Speyer veranstalteten Konzertreihe „Baden schaut über den Rhein“ demonstrierten im Beisein von Bischof Karl-Heinz Wiesemann die Harmoniechöre Durmersheim gemeinsam mit dem Chor Canatasimi aus Bietigheim ebenso wie der Musikverein Edelweiß Pfaffenrot sowie Holger Becker an der Domorgel und als Solist der Bass Alexander Huck vom Staatsopernchor Karlsruhe ihr großes musikalisches Können.

   Lange vor Beginn des Konzerts waren die Bänke in der größten romanischen Kirche der Welt besetzt, und bald gab es nur noch Stehplätze. Einmal mehr bestätigte sich, welch große Anziehungskraft „Baden schaut über den Rhein“ hat. Insgesamt 17 dieser Konzerte organisierte seit 2004 der Badener Udo Heidt aus Muggensturm bei Karlsruhe – ein Mitglied des Dombauvereins, der nach der Devise lebte „Musik ist mein Leben“. Udo Heidt verstarb überraschend im November 2023, und so war offen, ob es zu einem 18. Konzert kommen würde.

   Die Freunde von Udo Heidt, allen voran der Organist Holger Becker, machten es sich jedoch zur Aufgabe, das, was Udo Heidt bereits begonnen hatte, zu Ende zu führen. Und so wurde das 18. Benefizkonzert zugleich zu einem Gedächtniskonzert für Udo Heidt, einen großen Förderer des Speyerer Doms.

   Der Vorsitzende des Dombauvereins, Gottfried Jung, wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass der Rhein keine Trennlinie sei. Der Kaiser- und Mariendom, der mit Steinen aus dem Pfälzer Wald und dem Odenwald gebaut worden sei, sei „die“ Kathedrale für die Menschen links und rechts des Rheins. Alexander Becker, Mitglied des baden-württembergischen Landtags aus Rastatt und Präsidiumsmitglied des Landesmusikrats Baden-Württemberg würdigte als Schirmherr der Veranstaltung die auftretenden Chöre und den Musikverein Edelweiß Pfaffenrot, der in diesem Jahr sein 100jähriges Jubiläum feiert und für den das Konzert im Dom der Höhepunkt des Jubiläumsjahres war.

   Bekannte Gospels wie „Down by the riverside“, aber auch klassische Volkslieder mit vertonten Gedichten von Matthias Claudius und Josef von Eichendorff präsentierten die Harmoniechöre und der Chor Cantasimi unter der Leitung von Herbert Maier. Von Gustav Mahler bis Simon & Garfunkel bewies der Musikverein Edelweiß unter der Leitung von Felix Borkhardt seine Vielseitigkeit. Alexander Huck verstand es, als Solist den Dom mit seiner mächtigen Stimme zu füllen. Er präsentierte Musikerfolge von Georg Friedrich Händel und Wilhelm Kienzl. Holger Becker beherrschte die große Domorgel mit spätromantischer Orgelmusik aus England und Musik des 19. Jahrhunderts aus Frankreich.

   Mit dem Lied „Möge die Straße“ von Markus Pytlik griffen die Chöre und der Musikverein gemeinsam einen irischen Segenswunsch auf. „Segne du Maria“ und „Großer Gott wir loben dich“ sangen Musiker und Publikum gemeinsam.

   Dankbar schloss der Domdekan Christoph Kohl die Veranstaltung, und erkenntlich zeigte sich das Publikum, das insgesamt 5 910 Euro für den Domerhalt an den Dombauverein spendete. - Presse/Dombauverein Speyer

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