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- Veröffentlicht am Montag, 08. Juni 2026 04:47

Stürzender Obelisk © Moritz Feuerstein
Erinnerungen an den ehemaligen Speyerer Skulpturengarten
Speyer. - Mit einer kleinen Veranstaltung auf der Terrasse des Hotels Residenz am Königsplatz wurden Informationstafeln zu drei Kunstwerken des ehemaligen Speyerer Skulpturengartens vorgestellt.
Die Tafeln erinnern an deren künstlerische Urheber und daran, dass die heute nur noch eingeschränkt zugänglichen Werke ursprünglich Teil des 1986 eröffneten Skulpturengartens waren.

Anlass für die Initiative war die Diskussion um die Zukunft des monumentalen „Obelisken“ von Fred Feuerstein. Auf Initiative von Udo Zapf vom SPD Ortsverein Speyer-Süd aufgrund einer Bitte des im Mai 2024 verstorbenen Künstlers waren verschiedene Möglichkeiten geprüft worden, die 7,50 Meter hohe Skulptur wieder stärker in die Öffentlichkeit zu rücken.
Nach intensiven Untersuchungen wurde jedoch deutlich, dass sowohl technische als auch künstlerische Gründe gegen eine Verlagerung sprechen.
Der Obelisk bleibt daher an seinem bisherigen Standort auf der Hotelterrasse. Ausschlaggebend waren nicht nur die erheblichen Risiken und Kosten eines Abbaus, sondern auch die Erkenntnis, dass das Werk – wie andere Skulpturen des ehemaligen Skulpturengartens – eng mit seinem ursprünglichen Standort verbunden ist.
Als erster Schritt zur besseren Wahrnehmung der Kunstwerke wurden nun Hinweistafeln angebracht. Sie informieren über den stürzenden Obelisken von Fred Feuerstein, das Tor zur Heydenreichstraße von Michael Heinlein sowie das Readymade “Parkhaus“ von Gerhard Fuchs.
Die Gestaltung der Tafeln übernahm der Speyerer Künstler Michael Lauter, der selbst mit Werken am ehemaligen Skulpturengarten beteiligt war. Finanziert wurde das Projekt von der Kulturstiftung Speyer.
Zu den Gästen der Veranstaltung gehörten die Hotelbesitzerfamilie Twelker, die das Projekt mit viel Sympathie unterstützte, die Kinder des Künstlers Fred Feuerstein Moritz Feuerstein und Rosalie Kemmerer, vom Künstlerbund Speyer Andrea Niessen, Ute Wolf, die sich seit Jahren um die Pflege und Aufarbeitung des künstlerischen Nachlasses Feuersteins verdient macht, sowie Jochen Klemke von der Kulturstiftung Speyer. Ebenfalls anwesend waren die Initiatoren Udo Zapf und Michael Lauter.
Jochen Klemke betonte, dass die Kulturstiftung Speyer auch künftig daran interessiert sei, Konzepte zur Weiterentwicklung der verbliebenen Teile des ehemaligen Skulpturengartens zu unterstützen. Dies betreffe insbesondere die auf Flächen der Stadt und der Parkhausgesellschaft befindlichen Kunstwerke.
Ziel sei es, die künstlerische Bedeutung der Anlage stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und Perspektiven für deren langfristige Pflege und Präsentation zu entwickeln.
Die Beteiligten sehen die neuen Hinweistafeln als einen ersten Schritt, um die Erinnerung an den einstigen Skulpturengarten wachzuhalten und die verbliebenen Kunstwerke wieder stärker ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. - Udo Zapf
