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© Bernhard Bumb

„Das ist meine Mama!“ - „Mein Papa!“

Kaum zu toppen! Mehrere hundert Fahrradbegeisterte waren am Sonntag,17. September, beim 4. Speyerer Sattelfest im unteren Domgarten dabei

Ob Familien mit Kindern, die beim Radel-Rum-Parcours ihr Geschick bewiesen. Ob Radel-Enthusiasten, die es zur Tour auf die Piste zog. Ob top-modernes Zweirad-Material oder 70er Jahre Klapprad – es wurde nicht nur kräftig in die Pedale getreten, sondern auch das umfangreiche Angebot – und nicht zuletzt das gute Wetter – genutzt, um dem “Drahtesel” zu huldigen. “Ich bin von dem riesigen Interesse völlig überwältigt”, zeigte sich Helmut Back, Vorsitzender des PWV Speyer, begeistert.

 

Solides Material aus den 70ern: Klappräder in den aktuellen Farben der Saison. © Jochen Gonsior

 

   Der Pfälzerwald Verein Speyer und der Verein “inSPEYERed” hatten zum Sattelfest eingeladen. Mit dabei war auch die AOK mit einem Infostand. In erster Linie ging es um den Spaß am Fahrradfahren. Darüberhinaus aber galt es, das Rad als wichtiges Fortbewegungsmittel in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken. Viele Wege lassen sich mit dem Rad erledigen – oft schneller als mit dem Auto. Und nicht nur Bewegung ist gut für Körper und Seele. Auch der Schutz der Umwelt, das Erleben der Natur und die Erhaltung der Lebensqualität in den Innenstädten stehen ganz oben auf der Agenda.

   Dass diese und weitere Themen wie Ausbau des Radwegenetzes und Sicherheit im Straßenverkehr die Menschen beschäftigen, zeigte sich in vielen Gesprächen und Diskussionen, die sich an den verschiedenen Stellen rund ums Sattelfest entwickelten.

   Nicht zuletzt der intensive Austausch mit Freunden, Bekannten und Verwandten, aber auch mit Familien, die neu nach Speyer gezogen sind oder mit Teilnehmern von beiden Seiten des Rheins, die es zum Sattelfest gezogen hat, bewies das große Interesse am Fahrradfahren.

   Nicht auszuschließen ist indes, dass auch Kaffee und Kuchen, das frisch gezapfte Bier, prickelnde Schorle, leckere Speyerer Brezeln oder Pfälzer Bratwürste, die von den vielen freiwilligen Helfern angeboten wurden, den Austausch befördert haben.

   Schon im Vorfeld der Veranstaltung war der PWV mit Servicestationen am Altpörtel präsent. Dort konnte man beim Fahrrad-Check den Reifendruck, die Lichtanlage oder die Bremsen prüfen lassen. Beste Voraussetzung also, um für das Sattelfest gerüstet zu sein.

   Denn schließlich galt es, eine der beiden Touren zu bewältigen, die von den Organisatoren eingerichtet worden waren. Mit 38 Kilometern eine längere, mit 22 Kilometer eine kürzere Strecke standen zur Auswahl. Je nach Lust und Laune ging es nach Römerberg, Dudenhofen, Lingenfeld oder Harthausen.

   Dort waren Stationen eingerichtet worden, an denen sich die Teilnehmer Stempel abholen konnten. Die nämlich waren erforderlich, um bei der abschließenden Tombola einen Preis zu ergattern.

 

Stempel-Station in Lingenfeld… © Jochen Gonsior

 

…und Harthausen. © Jochen Gonsior

 

   Dabei stempelten die Helfer die Karten nicht einfach nur ab, sondern standen bei Fragen aller Art mit Rat und Tat zur Verfügung, um den reibungslosen Ablauf der Touren zu gewährleisten. Immer wieder gab es ein großes Hallo, wenn bekannte Radlerinnen und Radler an den Stützpunkten vorbeikamen.

   Dank gebührt unseren Sponsoren: VVR Bank Kur und- und Rheinpfalz eG, Sparkasse Vorderpfalz, Günter D, Zweiradhaus Mayer, Optik Steck, AOK, Stadtwerke Speyer, Aviva Beisel, Helmut Schön, Ars Ludi, Verkehrswacht und Graser Orgel und Harmoniumbau.

   Den krönenden Abschluss des Sattelfestes bildete die Tombola, bei der attraktive Preise zahlreicher Sponsoren verlost wurden. Vom Felgenreiniger über Lenkergriffe, von Leuchtstreifen über Helme, von Pannensets bis hin zu Kinderfahrrädern – die ganze Welt des Zweirads wurde abgedeckt.

 

Co-Moderatorin Pauline Back, Beigeordnete Sandra Selg, Moderator Maximilian Seitz © Bernhard Bumb

 

   Glücklicherweise waren fast alle Gewinner vor Ort und konnten so ihre Preise persönlich entgegennehmen. Für großen Applaus und Spaß sorgte dabei der spontane Ausruf eines Mädchens, das beim Verlesen des Namens einer Gewinnerin laut ausrief: “Das ist meine Mama”. Und eine andere Kinderstimme: „Mein Papa!“

   Die Speyerer ehrenamtliche Beigeordnete und “Glücksfee” Sandra Selg zog einen Gewinn nach dem anderen aus der Box, in die zuvor alle Stempelkarten eingeworfen und gut gemischt worden waren.

   Nach gründlicher Überprüfung der Vollständigkeit aller geforderten Stempel-Einträge durch Moderatorin Pauline Back und Moderator Maximilian Seitz, die in bester Entertainer-Manier durch die Tombola führten, wurden die Namen der Gewinner unter dem Applaus des Publikums vorgelesen.

   Die Spannung stieg, denn die Ziehung des Hauptpreises rückte näher. Schließlich folgte die Auflösung: Elisabeth Böckle aus Böhl-Iggelheim war die glückliche Gewinnerin eines tollen Rades der Firma “Creme”.

 

Das Moderatorenpaar Pauline Back und Maximilian Seitz übergeben ein Kinder-Laufrad. © Jochen Gonsior

 

   Der “offizielle” Teil des Festes war damit beendet, nicht aber das gesellige Beisammensein, das bei allen Veranstaltungen des PWV einen hohen Stellenwert genießt. So hatten die für den Abbau der Stände, Grillbuden, Getränkewagen, der Biergarnituren, der Kuchentheke,...

   des Radl-Rum-Parcours und nicht zuletzt des Spülmobils der Stadt Speyer zuständigen Helfer noch bis spät in den Abend hinein gut zu tun, um die Wiese im unteren Domgarten wieder perfekt aufgeräumt zu übergeben. - Jochen Gonsior/Pfälzerwald Verein

 

Titelbild:

   Übergabe des Hauptpreises, der von der Vereinigten VR Bank Kur- und Rheinpfalz gestiftet wurde: ein Rad der Firma “Creme”. Von links: Frank Bug von der VVR Bank, die ehrenamtliche Beigeordnete der Stadt Speyer und “Glücksfee” Sandra Selg, Tombola-Moderator Maximilian Seitz, die glückliche Gewinnerin Elisabeth Böckle, Tombola-Co-Moderatorin Pauline Back, PWV-Vorsitzender Helmut Back.

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