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- Veröffentlicht am Samstag, 18. April 2026 06:24
„Die Kirche im Dorf lassen. Unsere Kirchengemeinden müssen selbständig bleiben“
Die Initiative „Pro Presbyterium“ lädt zu einer Informationsveranstaltung zu dem geplanten Transformationsprozess der evangelischen Landeskirche der Pfalz ein, die am Mittwoch, 29. April 2026, um 19.30 Uhr in der Christuskirche Speyer-Nord, Am Anger 7 stattfindet.
Unter dem Titel „Die Kirche im Dorf lassen. Unsere Kirchengemeinden müssen selbständig bleiben“ soll über die Auswirkungen der geplanten Verfassungsänderungen der Evangelischen Kirche der Pfalz auf die protestantischen Kirchengemeinden in Dorf und Stadt diskutiert werden.
Der Diskussionsabend wird von Pfarrer i.R. Martin Henninger moderiert. In der Initiative „Pro Presbyterium“ haben sich zahlreiche haupt- und ehrenamtlich in der evangelischen Kirche tätige Mitglieder aus vielen Kirchengemeinden der Pfalz zusammengefunden, die wegen der absehbaren negativen Auswirkungen der geplanten Verfassungsänderung kritisch mgegenüberstehen.
In ihrer letzten Sitzung im November 2025 hat die Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz den Entwurf einer neuen Kirchenverfassung auf den Weg gebracht, der die Struktur und Arbeitsweise der evangelischen Kirche radikal verändern wird. Alle Presbyterien und Bezirkssynoden der Landeskirche sind aufgefordert, im Lauf dieses Jahres Stellungnahmen zu dem Verfassungsentwurf und zu mehreren begleitenden Kirchengesetzen abzugeben.
Der neue Verfassungsentwurf sieht vor, den einzelnen protestantischen Kirchengemeinden in der Pfalz den Status der Körperschaft des Öffentlichen Rechtes zu entziehen sowie die Zuständigkeiten und Entscheidungsbefugnisse der Presbyterien stark zu reduzieren.
Als Folge soll der gesamte Gebäude- und Grundbesitz, wie z. B. Kirchen, Gemeindehäuser, Pfarrhäuser sowie die finanziellen Rücklagen von den lokalen Kirchengemeinden an die neu zu bildenden vier Groß-Dekanate übergehen, zu denen die bisherigen 15 Dekanate der evangelischen Landeskirche zusammengelegt werden.
Weiterhin sollen künftig Pfarrerinnen und Pfarrer in sogenannten „Regioteams“ arbeiten und nicht mehr einer Gemeinde zugeordnet und Mitglied des jeweiligen Presbyteriums sein. - Presse: Uwe Kranz

