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- Veröffentlicht am Donnerstag, 25. Dezember 2025 11:19
„Trotz und alledem“: Weihnachten stärkt die Hoffnung in einer zerrissenen Welt
Speyer (lk). In ihrer Weihnachtsbotschaft fordert Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst dazu auf, die Krisen dieser Zeit weder zu verdrängen noch sich von ihnen bestimmen zu lassen.
Sie erinnert daran, dass Angst, Erschöpfung und Verunsicherung vielerorts das Lebensgefühl prägen – und macht zugleich deutlich: Gerade in einer „zerrissenen Welt“ ist Weihnachten mehr als ein Ritual. Weihnachten steht für Gottes Nähe inmitten der Dunkelheit und für ein Licht, das dort aufscheint, wo Menschen Brüche und Verletzlichkeit erleben; ein Licht, das die Finsternis durchbricht.
Weihnachten sei deshalb „der Anfang“ nicht nur einer festlichen Zeit, sondern einer Haltung, die durchs Jahr trägt: eine Trotzreaktion der Hoffnung. Aus dieser Hoffnung erwachse die Kraft, sich nicht in Rückzug, Zynismus oder Gleichgültigkeit zu verlieren, sondern innezuhalten, sich einander zuzuwenden und Gemeinschaft zu stärken.
Zugleich unterstreicht die Kirchenpräsidentin, dass „Gott sein Licht nicht anzündet, wo es hell ist. Sondern wo es dunkel ist.“ Es wolle nicht zu den „Perfekten und Geleckten“, sondern erreiche Menschen in ihrer Unsicherheit, Angst und Verletzlichkeit. Wer sich für dieses Licht öffne, könne neu Vertrauen fassen in die Liebe, in die Zukunft, in den Frieden.
Die Kirchenpräsidentin ruft dazu auf, das Licht im Alltag sichtbar werden zu lassen: einander zu stützen, einander zu stärken und so Hoffnung weiterzugeben.
Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst predigt am 1. Weihnachtstag um 10 Uhr in der Gedächtniskirche in Speyer. - Evangelische Kirche der Pfalz
