Aktuell

Bezahlbarer Wohnraum

Bestehende und bewährte Strukturen stärken

Stellungnahme der Baugenossenschaft Speyer eG (GBS) für den Speyer-Report auf eine Anfrage bezüglich der Anregung des Bundesfinanzminister Klingbeil, eine Bundesbaugenossenschaft zu gründen, die bezahlbaren Wohnraum schaffen soll:

 

Die Initiative von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil greift ein zentrales Problem auf:

   Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist weiterhin hoch, während der Neubau in vielen Regionen deutlich hinter den Erfordernissen zurückbleibt. Insofern ist es richtig und wichtig, dass auf Bundesebene neue Impulse diskutiert werden.

   Aus Sicht unserer Baugenossenschaft sprechen wir bestimmt auch für die vielen anderen sozialorientierten Wohnungsunternehmen in Deutschland, dass wir seit Jahrzehnten einen verlässlichen Beitrag zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum leisten, und das langfristig, nachhaltig und ohne kurzfristige Rendite-Orientierung.

   Aus unserer praktischen Erfahrung liegen die zentralen Herausforderungen weniger in fehlenden Akteuren, sondern vielmehr in den Rahmenbedingungen: steigende Baukosten und Bauzinsen, hohe regulatorische Anforderungen sowie eingeschränkte Verfügbarkeit von Grundstücken. Hier sehen wir den größten Hebel für eine nachhaltige Belebung des Wohnungsbaus.

   Eine stärkere Rolle des Bundes kann sinnvoll sein. Jedoch eher bei der Bereitstellung von Fördermitteln, der Aktivierung von Grundstücken und der Vereinfachung von Verfahren. Entscheidend ist, dass bestehende, bewährte Strukturen gestärkt und nicht durch neue Institutionen ersetzt oder geschwächt werden.

   Als Genossenschaft stehen wir weiterhin für verlässlichen, bezahlbaren Wohnraum und sind bereit, unseren Beitrag zu leisten! Voraussetzung bleibt jedoch ein verlässlicher und praktikabler ordnungspolitischer Rahmen, der Investitionen ermöglicht und Planungssicherheit schafft. - Oliver Pastor, GBS-Vorstand

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