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- Veröffentlicht am Freitag, 24. April 2026 08:23
Jusos: 1. Mai und die Lage bei Mann+Hummel
Der 1. Mai ist für uns als Jusos seit jeher der zentrale Kampftag der Arbeiterbewegung.
Er steht für Solidarität, für erkämpfte Rechte und für den gemeinsamen Einsatz für eine gerechtere Gesellschaft. Diese Errungenschaften sind keine Selbstverständlichkeit – sie wurden erkämpft und müssen heute mehr denn je verteidigt und ausgebaut werden.
Wir sagen klar: Während Beschäftigte immer stärker unter Druck geraten, wächst der Reichtum der Superreichen ungebremst weiter.
Gleichzeitig erleben wir eine politische und gesellschaftliche Debatte, in der Arbeitnehmer als „zu teuer“, „zu faul“ oder „zu krank“ dargestellt werden – das weisen wir entschieden zurück.
Forderungen nach längeren Arbeitszeiten, der Einschränkung von Teilzeit oder dem Abbau von Sozialleistungen – bis hin zur absurden Idee, den 1. Mai als Feiertag zu streichen – sind nichts anderes als Angriffe auf die Lebensrealität von Millionen Menschen.
Sie lösen keine Probleme, sondern verschärfen die soziale Ungleichheit.
Besonders deutlich wird das aktuell hier vor Ort in Speyer: Die geplante Schließung des Standorts von Mann+Hummel bis 2028 bedroht rund 600 Arbeitsplätze – und damit 600 Existenzen sowie Familien, die nicht wissen, wie es weitergeht.
Gleichzeitig hängen zahlreiche Zulieferer und Partner wirtschaftlich an diesem Standort. Für die Beschäftigten bedeutet das massive Zukunftsängste – für viele geht es um ihre Existenz.
Wir sagen klar: Diese Arbeitsplätze sind nicht verhandelbar.
Wir stehen solidarisch an der Seite der Beschäftigten, des Betriebsrats und der IG Metall. Es darf nicht sein, dass wirtschaftliche Unsicherheiten einseitig auf die Arbeitnehmer abgewälzt werden, während Unternehmen sich aus der Verantwortung ziehen. - Nicholas Herbin

