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- Veröffentlicht am Freitag, 22. Mai 2026 14:46
Laura Laabs, musikalisch begleitet vom Hering Cerin, liest in Speyer aus dem Roman „Adlergestell”
In ihrem künstlerischen und literarischen Werk verbindet die Regisseurin und Autorin Laura Laabs Poesie, Geschichte und Beobachtungsschärfe mit Erinnerung, Identität und sozialen Zusammenhängen aus eigener Perspektive.
In Ihrem Werk sind Geschichte und persönliche Geschichten zu lesen. In ihrem Debütroman „Adlergestell“ erzählt Laura Laabs die Geschichte von drei Mädchen in Ost-Berlin nach der Wende. Das Buch spielt vor allem in der Ost-Berliner Siedlung Adlershof, in der Laabs selbst ihre Kindheit und Jugend verbrachte. Die Autorin schöpft aus ihrem Umfeld die Ideen für ihr Werk.
Die massiven sozialen Umbrüche, die niemanden unberührt gelassen haben, ziehen sich wie ein roter Faden durch das Werk von Laura Laabs. Der Mensch steht stets im Mittelpunkt ihrer Arbeiten.
Besonders erwähnenswert ist die Familiengeschichte Laabs. Ihre Großmutter, Sibylle Boden-Gerstner, ist Gründerin der DDR-Modezeitschrift „Sibylle“, ihr Großvater Karl-Heinz Gerstner war etablierter DDR-Journalist, Ihre Eltern sind die Autorin Daniela Dahn und der Autor Jochen Laabs.
Die Sprache hat schon immer einen besonderen Stellenwert in ihrem Leben. Dennoch hat Laura Laabs ihren eigenen Stil in der Literatur gefunden. Beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2025 in Klagenfurt gab Laabs einen Einblick in ihren Roman „Adlergestell“, in dem in erster Linie Frauen agieren, denn Frauen sind oft als Erste von historischen Umbrüchen betroffen, sie haben eigene Strategien entwickelt, um damit fertig zu werden – zwischen Selbstaufgabe und Widerständigkeit, sagte Laura Laabs.
Die 1985 in Berlin geborene Laura Laabs gewann für ihren Spielfilm »Rote Sterne überm Feld« 2025 den Max Ophüls Preis der Filmkritik den Preis für den besten Spielfilm und das beste Drehbuch beim Achtung Berlin Festival. Sie studierte Politik- und Filmwissenschaft sowie Regie an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, realisierte Serien, Kurzfilme und arbeitet auch als Hörspielregisseurin – unter anderem verantwortete sie die 13-teilige Adaption des Romans »Mädchen, Frau etc.« von Bernardine Evaristo. Laura Laabs lebt in Berlin und Bad Kleinen.
Laura Laabs liest am 11. 06. 2026, um 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) im Haus Trinitatis, Johannesstraße 6A, 67346 Speyer
Sie wird im assoziativen Austausch von dem Schlagzeuger und Multiinstrumentalisten Hering Cerin begleitet.
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