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- Veröffentlicht am Samstag, 30. Mai 2026 05:33
Bilder © Bernhard Bumb
Mike Oehlmann: Speyer braucht eine klare und konsequente Wirtschaftsagenda
Speyer. - Unter dem Wahlkampfmotto „Mike macht’s“ fand am Donnerstagabend in der Industriehofschenke ein After-Work-Format der Reihe „Triff Mike“ statt.
Rund 80 Bürger folgten der Einladung von OB-Kandidat Mike Oehlmann zu einem offenen Austausch über aktuelle Themen der Stadt Speyer. Oehlmann hob besonders hervor, dass neben Unterstützern auch viele Leute ohne parteipolitische Bindung anwesend waren:
„Ich bin froh, dass nicht nur Parteianhänger der unterstützenden Parteien da waren, sondern sehr viele Speyerer Bürger, die keiner Partei angehören. Genau dieser offene Austausch ist mir wichtig.“
Mike Oehlmann betonte, dass Speyer eine starke Stadt mit engagierten Menschen und großem Ehrenamt sei, dieses Fundament aber nur dann trage, wenn die Stadt konsequent weiterentwickelt werde. Ein „Weiter so“ der letzten siebeneinhalb Jahre sei aus seiner Sicht keine Option: „Wir müssen die Zukunft aktiv gestalten und Speyer wieder konsequent nach vorne bringen.“
Im Mittelpunkt stand die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit. Mike Oehlmann verwies darauf, dass er beispielsweise die Förderung von Start-ups seit 2018 jährlich im Stadtrat geäußert habe, unter anderem mit der Idee eines „Start-up-Towers“. Dieses Thema sei lange nicht gar nicht verfolgt worden:
„Genau diese Haltung hat uns ausgebremst. Andere Städte haben längst gehandelt – mit Venture-Campi, Gründungszentren, Kooperationen mit regionalen Universitäten und Hochschulen sowie Start-up-Hubs. Was dort seit Jahren Standard ist, wird in Speyer von der Oberbürgermeisterin bis heute nicht konsequent genug umgesetzt. Dass hier erst 2026 ernsthaft mit dem Thema Start-ups begonnen wird, zeigt, wie viel Zeit wir für unsere wirtschaftliche Zukunft verloren haben. Speyer braucht eine klare und konsequente Wirtschaftsagenda.“
Jürgen Creutzmann, ehemaliger Landtags- und Europa-Abgeordneter der FDP, machte es sich bequem.
Auch die Wohnraumsituation war Thema. Der OB-Kandidat forderte eine Wohnraumoffensive für Familien, Alleinstehende und Senioren. Der demografische Wandel stelle die Stadt vor große Herausforderungen, die aktiv gestaltet werden müssten und nicht verschlafen werden sollten. „Wir brauchen mehr bezahlbaren und vor allem passenden Wohnraum in Speyer, und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt“, so Oehlmann. Gleichzeitig sei entscheidend, Wohnraumentwicklung und Stadtstruktur zusammen zu denken, ohne die Stadt unnötig zu verdichten oder Flächen einseitig zu versiegeln.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die kommunale Infrastruktur. Oehlmann fordert einen klaren Infrastruktur-Booster, um bestehende Defizite konsequent aufzuarbeiten. Beispielhaft nennt er notwendige Investitionen in Schulen, Straßen und öffentliche Gebäude. Dazu gehören auch ganz konkrete Themen wie die Sanierung von Schultoiletten sowie der Zustand zentraler Verkehrsachsen in der Stadt. Auch das Thema Salierbrücke muss jetzt angegangen werden.
„Infrastruktur ist das Fundament einer Stadt und dieses Fundament muss stabil sein“, so der parteiübergreifende OB-Kandidat. Dass teilweise sogar für grundlegende Dinge wie Schultoiletten Spenden von Schülern gesammelt werden müssten, sei aus seiner Sicht ein Armutszeugnis.
Auch die Verwaltung ist für Mike Oehlmann ein zentraler Ansatzpunkt. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung leisten gute und engagierte Arbeit, dennoch sieht er deutlichen Modernisierungsbedarf bei Strukturen und Abläufen. Im Mittelpunkt steht für ihn eine serviceorientierte und digital leistungsfähige Verwaltung, die Entscheidungen schneller ermöglicht und Bürgeranliegen effizient bearbeitet.
„Andere Städte zeigen längst, dass moderne Verwaltung funktioniert - diesen Anspruch müssen wir auch in Speyer konsequent umsetzen.“ Ziel müsse es sein, Prozesse zu vereinfachen, Digitalisierung konsequent zu nutzen und die Verwaltung stärker als Partner der Bürgerinnen und Bürger zu verstehen.
Mike Oehlmann zog ein positives Fazit: „Es war ein langer, aber sehr guter Abend mit vielen ehrlichen Gesprächen. Genau darum geht es: zuhören, verstehen und gemeinsam Lösungen entwickeln.“
Das Format „Triff Mike“ wird in den kommenden Monaten bis zur Wahl regelmäßig in verschiedenen Stadtteilen Speyers fortgesetzt. - Marius Weiler, Pressesprecher Oberbürgermeisterkandidat Mike Oehlmann
