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Mike Oehlmann... - Bilder © FDP Speyer

Speyer ist für Mike Oehlmann Heimat, für die er als OB anpacken will, damit die Stadt auch in Zukunft stark bleibt

Auf zehn Fragen hat der FDP-Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters geantwortet

 

01 Was reizt Sie besonders am Amt des Oberbürgermeisters?

    Speyer ist für mich mehr als ein Ort - es ist Heimat und Verantwortung zugleich. Mich reizt an diesem Amt die Möglichkeit, Dinge wirklich voranzubringen. Nicht nur verwalten, sondern gestalten. Ich komme aus der Praxis. Seit über 30 Jahren trage ich Verantwortung, treffe Entscheidungen und sorge dafür, dass am Ende Ergebnisse stehen. Genau das will ich ins Rathaus bringen: klare Abläufe, schnelle Entscheidungen und ein echtes Verständnis dafür, was Bürger und Unternehmen brauchen. Mein Anspruch ist einfach: Probleme nicht zerreden, sondern lösen. Anpacken statt abwarten. Damit Speyer stark bleibt, heute und für die nächste Generation.

 

02 War es schon immer Ihr Traum, eine politisch höhere Führungsposition zu haben?

   Nein, mein Antrieb war nie ein Titel, sondern immer das Machen. Ich habe mein Berufsleben damit verbracht, Verantwortung zu übernehmen - für Menschen, für Entscheidungen, für Ergebnisse. Durch meine ehrenamtliche Arbeit im Stadtrat habe ich gemerkt: Wenn man wirklich etwas bewegen will, muss man bereit sein, vorne zu stehen. Deshalb kandidiere ich. Nicht als Karriereschritt, sondern aus Überzeugung. Weil ich glaube, dass jetzt der Moment ist, Dinge anders und besser zu machen.

 

...will Stadtoberhaupt von...

 

03 Die geopolitische Lage in der Welt beeinflusst auch die Kommunalpolitik. Würden Sie den Einzug der Bundeswehr in die Kurpfalzkaserne begrüßen?

Die Welt hat sich verändert und wir müssen realistisch damit umgehen. Sicherheit ist die Grundlage unserer Freiheit. Wenn die Bundeswehr den Standort braucht, dann begleiten wir das konstruktiv. Aber eines ist mir wichtig: Speyer darf dabei nicht nur reagieren, sondern muss aktiv mitgestalten. Ich will eine Lösung, die für beide Seiten funktioniert. Soldatinnen und Soldaten bringen Leben in die Stadt - das ist eine Chance. Gleichzeitig brauchen wir Raum für Wohnen und wirtschaftliche Entwicklung. Mein Ziel: eine klare Vereinbarung mit dem Bund, bei der Speyer nicht zu kurz kommt, sondern profitiert.

 

04 Gibt es Ihrer Ansicht nach in Speyer noch genug Möglichkeit für bezahlbaren Wohnraum?

   Ja, aber wir müssen klug handeln. Für mich gilt: erst die Stadt besser nutzen, dann neu denken. Leerstände aktivieren, Baulücken schließen, sinnvoll nachverdichten. Da liegt enormes Potenzial. Und wenn wir erweitern, dann mit Augenmaß und im Austausch mit der Region. Wir dürfen nicht alles zubauen, aber wir dürfen auch nicht stehen bleiben.

 

...Speyer werden.

 

05 Wenn Sie jetzt Oberbürgermeister wären, was wäre Ihre gegenwärtige kommunale Strategie?

   Mein Fokus wäre klar: Tempo aufnehmen. Speyer braucht eine starke wirtschaftliche Basis. Nur so können wir investieren, gestalten und unsere Stadt lebenswert halten. Deshalb will ich Unternehmen stärken, Innovation ermöglichen und Hürden abbauen. Gleichzeitig braucht es eine Verwaltung, die funktioniert: schnell, digital und lösungsorientiert. Ein Rathaus, das unterstützt und nicht bremst. Und wir brauchen Raum: für Wohnen, für Arbeiten, für Zukunft. Das packen wir an: gemeinsam, ehrlich und mit klarem Kurs.

 

06 Die Kommunen haben fast kein Geld in der Kasse, wenn Sie als OB im Stadthaus Platz nehmen, werden Sie den Druck auf Land und Bund massiv erhöhen damit die Kassenlage deutlich besser wird?

   Nur Druck zu machen, bringt uns nicht weiter. Ich setze auf Stärke aus eigener Leistung. Wenn wir zeigen, dass wir unsere Hausaufgaben machen, effizient arbeiten und wirtschaftlich denken, dann treten wir anders auf - selbstbewusst, nicht als Bittsteller. Natürlich werde ich für faire Bedingungen kämpfen. Aber aus einer Position der Klarheit und Stärke heraus.

 

07 In welchen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen müsste in Speyer mehr getan werden?

   Wir haben enormes Potenzial, aber wir nutzen es nicht genug. In der Wirtschaft: weniger Bürokratie, mehr Freiraum für Ideen. In der Verwaltung: schneller, einfacher, näher an den Menschen. Im Miteinander: mehr zuhören, mehr gemeinsam Lösungen finden. Ich will ein Speyer, das nicht zögert, sondern loslegt. Weniger Papier, mehr Bewegung. Weniger Bedenken, mehr Mut.

 

08 Die Kristallkugel für die Zukunft vorauszusagen gibt‘s nur in Märchen, sind Sie für alle Fälle ab 2027 gewappnet?

   Ich verspreche keine perfekten Vorhersagen. Aber ich verspreche, vorbereitet zu sein. Für mich zählt: stabil bleiben und gleichzeitig flexibel handeln. Nicht reagieren, wenn es zu spät ist, sondern früh die richtigen Weichen stellen. Ich stehe für jemanden, der anpackt, wenn es darauf ankommt.

 

09 Die Salierbrücke ist ein Teil einer der wichtigsten Straßen Deutschlands und bezüglich des europäischen Güterverkehrs auch für Speyer von großer Bedeutung. In wenigen Jahren müsste die Salierbrücke wieder verkehrstüchtig gemacht oder durch eine neue Brücke ersetzt werden. Werden Sie als OB gleich zu Beginn des Jahres 2027 dem Regierungspräsidium in Karlsruhe hinsichtlich des Themas Salierbrücke Dampf machen?

   Die Verantwortung liegt beim Land, aber das heißt nicht, dass wir still sein müssen. Für mich ist klar: Die Stadt muss hier eine aktive Rolle spielen. Laut, klar und konsequent. Ich werde das Thema nicht verwalten, sondern vorantreiben. Speyer braucht unbedingt eine Lösung und zwar rechtzeitig.

 

10 Alles wissen kann man nicht, sind Sie der Überzeugung, dass Sie mit Amtsantritt als OB beste Berater zur Seite haben werden?

   Ganz klar: Ja. Niemand kann alles wissen. Entscheidend ist, die richtigen Menschen einzubinden. Fachleute, Praktiker, Bürger. Ich glaube an Teamarbeit. Und daran, dass die besten Lösungen entstehen, wenn man zuhört und unterschiedliche Perspektiven zusammenbringt. Am Ende zählt nicht, wer die Idee hatte, sondern dass sie funktioniert.

 

OB-Wahl im September

   Die Wahl einer Oberbürgermeisterin/eines Oberbürgermeisters von Speyer findet im September 2026 statt. - bb

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