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Mike Oehlmann © FDP Speyer

Mike Oehlmann kündigt OB-Kandidatur beim „Liberalen Frühling“ an

„Das Projekt ,OB 2026‘ ist keine One-Man-Show“

Gestern Abend (24. Februar 2025) hat Mike Oehlmann im Rahmen der Veranstaltung „Liberaler Frühling“ seine Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Speyer bekannt gegeben.

   Vor zahlreichen Gästen, Unterstützern und politischen Weggefährten erklärte der Fraktionsvorsitzende im Stadtrat seine Beweggründe und skizzierte seine inhaltlichen Schwerpunkte für die kommenden Jahre.

   In seiner Rede zog Oehlmann eine deutliche Bilanz der aktuellen Stadtpolitik. Es fehle an Mut zu grundlegenden Weichenstellungen und an strategischer Voraussicht bei zentralen Projekten. Entscheidungen würden zu oft ohne ausreichende Transparenz getroffen, während die finanziellen Belastungen für die Stadt stetig anwüchsen.

   Die bekannt gewordene Haushaltsüberschreitung von 5,3 Millionen Euro bezeichnete er als alarmierendes Signal für mangelnde Steuerung und Controlling. Zugleich kritisierte er die stark steigenden Personalkosten bei gleichzeitig unbesetzten Schlüsselpositionen in der Verwaltung. Auch bei Infrastrukturmaßnahmen - etwa beim Thema  Gilgenstraße - zeigten sich aus seiner Sicht strukturelle Defizite in Planung, Koordination und Prioritätensetzung.

   Oehlmann erinnerte zudem daran, dass seine Fraktion der Oberbürgermeisterin im September 2025 das Misstrauen ausgesprochen habe. Dieser Schritt sei „gewiss kein leichter“ gewesen, aber aus Verantwortung gegenüber der Stadt notwendig geworden. Speyer brauche eine Führungskultur, die transparent arbeite, Entscheidungen sauber vorbereite und politische Gremien ernsthaft einbinde.

   Gleichzeitig betonte er, dass seine Fraktion in den vergangenen Jahren immer wieder konkrete Impulse gesetzt habe - von pragmatischen Lösungen für die Innenstadtentwicklung über klimafreundliche Ansätze bei Infrastrukturmaßnahmen bis hin zu innovativen Projekten im Bereich Sicherheit und Digitalisierung.

   Ein Beispiel für diese Beharrlichkeit gegenüber einer zunächst blockierenden Haltung der Stadtverwaltung sei die Entwicklung rund um den neuen „Markttreff“ gewesen. „Ein echtes Highlight - und das sage ich mit Stolz - ist der neue ‚Markttreff‘“, so Oehlmann.

   Mit Blick nach vorne formulierte Oehlmann eine klare Zukunftsagenda. Speyer brauche eine „Wirtschaftsagenda 2030“, die auf Wachstum statt Steuererhöhungen setze, neue Gewerbe- und Wohnflächen erschließe und die interkommunale Zusammenarbeit mit dem Umland deutlich intensiviere. Geplant sei unter anderem ein regelmäßiger Wirtschaftsgipfel, um die Anliegen der Betriebe direkt in politisches Handeln zu übersetzen.

   Parallel dazu forderte Oehlmann einen Infrastruktur-Turbo: Straßenerhaltung müsse konsequent priorisiert, Baustellen effizienter koordiniert und Verkehrsflüsse intelligent gesteuert werden - für PKW, ÖPNV und Radverkehr gleichermaßen. Glasfaser und 5G müssten zum Standard für Unternehmen wie für Privathaushalte werden.

   Zugleich plädierte er für eine moderne Verwaltung mit verbindlichen Bearbeitungsfristen, digitalen Bürgerservices und klaren Verantwortungsstrukturen. Die Stadtverwaltung müsse sich als professioneller und serviceorientierter Dienstleister verstehen - effizient, transparent und lösungsorientiert.

   Den offiziellen Schritt zur Kandidatur machte Oehlmann am Ende seiner Rede deutlich:  „Ja, ich werde im September als Oberbürgermeister für unsere schöne Stadt Speyer kandidieren!“

   Dabei betonte er ausdrücklich den gemeinschaftlichen Charakter seines Vorhabens: „Das Projekt ‚OB 2026‘ ist keine One-Man-Show, sondern eine Teamleistung von Praktikern. Menschen, die mitten im Leben stehen; die wissen, wie man einen Betrieb, eine Praxis oder ein Team führt, ohne dass man erst im Handbuch nachschlagen muss, was ‚Verantwortung‘ bedeutet.“

 

   Speyer brauche eine Politik, die gestalte statt verwalte. Oehlmann formulierte sein Ziel klar: „Wir wollen nicht nur den Status Quo verwalten und Akten von vorne nach hinten verschieben. Wir wollen das Fundament dieser Stadt so stärken, dass Speyer auch übermorgen noch die Strahlkraft besitzt, die uns alle hier jeden Tag aufs Neue begeistert.“

   Mit seiner Kandidatur verbindet Oehlmann den Anspruch, wirtschaftliche Stärke, solide Finanzen, moderne Infrastruktur und eine effiziente Verwaltung zusammenzuführen - für eine zukunftsfähige Entwicklung der Stadt. - Presse: Marius Weiler

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