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- Veröffentlicht am Donnerstag, 15. Januar 2026 14:06
Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler. - Bilder © Bernhard Bumb
Landtagskandidatin Dr. Marlene Gottwald: „Unser Speyer steht gut da, dank unserer Steffi“
Neujahrsempfang der SPD Speyer im „Philipp 1“
Speyer. - Der Neujahrsempfang der Speyerer Sozialdemokraten stand im Zeichen zweier bevorstehender Wahlen: die Landtagswahl Rheinland-Pfalz am 22. März und die OB-Wahl am 6. September.
Walter Feiniler, Vorsitzender der Speyerer SPD, und Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler befassten sich in ihren Reden nicht nur mit Kommunal-, Landes- und Bundespolitik sondern auch mit den weltweit politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Marlene Gottwald zieht mit den Schwerpunkten Freiheit, Offenheit und Aufmerksamkeit in den Wahlkampf.
Landtagskandidatin der SPD: Dr. Marlene Gottwald.
Hinsichtlich der Rente sagte Feiniler, diese müsse sehr verlässlich sein. Er forderte in Gesellschaft und Politik mehr Respekt und Anstand. Es gelte weiterhin Wohlstand zu erwirtschaften. Reformiert werden müsse die Erbschaftssteuer, aber so, dass vererbte Betriebe gut weitergeführt werden können. Geopolitisch verurteilte Feiniler den Krieg Russlands gegen die Ukraine, die „auch unsere Werte verteidigt“, den „unverhohlenen Druck der USA gegen Grönland“, er betonte, dass die USA bezüglich Venezuela das Völkerrecht gebrochen habe.
Mit Blick auf die diktatorischen und autokratischen Entwicklungen sieht Feiniler das massive finanzielle Investieren in die Bundeswehr als gerechtfertigt. Stärke müsse gezeigt werden „gegen den braunen Mob in unserer Stadt“, nahm der Vorsitzende Bezug auf Speyer.
Vorsitzender der Speyerer SPD: Walter Feiniler.
Gleich zu Beginn ihrer Rede ging Stefanie Seiler auf die weltpolitische Situation ein, sie befasste sich mit autoritären Regimen, mit der Situation im Iran und verwies darauf, wie fragil das System der USA sei. Grenzen zwischen Wahrheit und Lügen verschwimmen, stellte Seiler fest. Der Ton werde immer rauer, rechte Kräfte würden auch in Speyer versuchen, das hiesige politische System zu untergraben - „der Feind steht rechts“.
Es dürfe nicht passieren, dass Kommunalpolitiker bedroht werden, sie erinnerte beispielhaft an die Ermordung des Kasselers Regierungspräsidenten Walter Lübcke durch einen Rechtsextremisten.
„Unser Grundgesetz ist antifaschistisch, es ist eine Lehre aus dem Faschismus,“ hob Seiler hervor. Die Alternative sei Diktatur und Autokratie. Alle Bürger müssen am „demokratischen Strang“ ziehen. Die OB weiter: „Wir brauchen die Vielfalt in unserer Stadt“, Speyer sei eine starke Stadt. Es gelte eine Zukunft entwickeln, die besser sei als die heutige Zeit.
„Unser Speyer steht gut da, dank unserer Steffi“, begann Landtagskandidatin Gottwald ihre Rede. Und das soll so bleiben. Sie forderte kostenfreien Zugang zur Bildung. Es brauche Arbeitsplätze mit Zukunft. Rheinland-Pfalz „kann innovativ“. Politik müsse als Gestaltungsaufgabe begriffen werden. Gottwald fordert: mehr Wissenschaft, mehr Bildung und finanziell stärkere Kommunen.
Walter Feiniler hieß nicht nur Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler, die in diesem Jahr für dieses Amt erneut kandidiert, Landtagskandidatin Dr. Marlene Gottwald in Begleitung ihres Gemahls und Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion Johannes Gottwald, weitere Ratsmitglieder der Partei, sondern auch Vertreter von Vereinen, u. a. von den „Kaiserfunken“ die Vorsitzende Sandra Muscat und vom Elferrat Christiane Gangkofner, willkommen, er begrüßte zudem aus dem Speyerer Umland und der Südpfalz Silke Schmitt-Makdice (Ortsbürgermeisterin Hanhofen), Hanhofens frühere Bürgermeisterin und ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete Friederike Ebli, sowie weitere führende SPD-Mitglieder.
Seitens der Politprominenz anderer Parteien kamen zum Neujahrsempfang ins „Philipp 1“ u. a. Mike Ohlmann (Fraktionsvorsitzender der Speyerer FDP, der sich vorstellen kann, fürs OB-Amt in Speyer zu kandidieren), Jana Dreyer (Vorstand der Speyerer Grünen), Sylvia Holzhäuser (Vorsitzende der Speyerer CDU), Bürgermeisterin Monika Kabs (CDU) und ihr Nachfolger im Amt Prof. Dr. Alexander Schubert, Rosemarie Keller-Mehlem (Vorsitzende der Wählergruppe und Stadtratsfraktion der UfS) und Aurel Popescu (Vorsitzender der Speyerer Linksfraktion). Die Speyerer Jusos waren vertreten durch den Vorsitzenden Nicholas Herbin.
Ins „Philipp 1“ dürften rund einhundert Besucher gekommen sein. - bb
Parteiübergreifende Runde: v. l. Rosemarie Keller-Mehlem (UfS), Stefanie Seiler (SPD), Petra Zachmann und Jana Dreyer (Grüne), Walter Feiniler (SPD).
v. l. Christiane Gangkofner (TV Kaiserfunken), Marlene Gottwald, Sandra Muscat (TV Kaiserfunken), Stefanie Seiler.
