SPORT IN SPEYER

HEBEN: Deutscher Meister und Rekordhalter treffen aufeinander / 1. Bundesliga

Wenn am Samstag, 10. März, um 19 Uhr der AV03 Speyer auf den AC Mutterstadt trifft, stehen sich der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister und der Rekordhalter in Sachen Mannschaftstitel gegenüber. Die Domstädter haben diesen Titel vier Mal gewonnen. Allesamt zwischen den Jahren 2011 und 2017. Der AC Mutterstadt gewann diesen Titel 12-mal. Den ersten 1957, damals noch als TSG Mutterstadt, den letzten 1984. Die großen Erfolge der Mutterstädter sind lange her, zwischenzeitlich wären sie fast ganz verschwunden. Mit neuer Führung und kontinuierlichem Aufbau haben sie sich in den letzten Jahren wieder nahe an die Spitze herangearbeitet und stehen nun als ernstzunehmender Gegner den Speyerer gegenüber.

Aktuell steht Mutterstadt auf dem 2. Tabellenplatz noch vor den Obrigheimern. Es ist alles möglich, sowohl für Speyer als auch für Mutterstadt mit ihren zahlreichen internationalen Spitzenhebern, hier ist vor allem der Italienische WM-Dritte Antonio Pizzolato zu beachten aber auch der Österreicher Philipp Forster oder der Kroate Amar Music. Bei einem 3:0, egal für welchen Verein, ist der Verlierer raus aus dem Finale, denn dann rückt Obrigheim auf Platz eins oder zwei vor. Bei einem 2:1 für Mutterstadt ist wären mit Obrigheim, Speyer und Mutterstadt drei Mannschaften Punktgleich und es käme auf den letzten Kampftag an der als erster ins Finale einzieht. Bei einem 2:1 für Speyer ist die Tabellenführung ebenfalls gesichert und Mutterstadt dritter. Spannung pur ist also angesagt, hinzu kommt das mit Tom Schwarzbach und den beiden Mutterstädter Nina Schritt und Tabea Zabel 3 Nationalheber die Norm für die Europameisterschaft in Rumänien Ende März erreichen wollen.

Die Speyerer werden bei diesem Kampf mit dem international erfahrenen Peter Nagy aus Ungarn und Patricia Strenius aus Schweden verstärkt. Nagy braucht diesen Kampf auch um einen eventuellen Einsatz im Finale zu ermöglichen. Hier ist im ersten Jahr der Teamzugehörigkeit ein zweimaliger Start in der Vorrunde von Nöten. Mit ihm und Almir Velagic haben wir zwei Heber, die bei einem engen Kampfverlauf zum Schluss den Ausschlag geben können. Das Team vervollständigt Jürgen Spieß, der nach absolvierten Prüfungen endlich wieder im normalen Training steht, und Björn Günther. Der Junge aus Thüringen gehört für mich zu den drei besten Gewichthebern in Deutschland. In einer Liga mit Max Lang und Nico Müller. Wenn er dieselben Voraussetzungen hätte wie die Nationalheber wäre er ein großer Kandidat für Olympia. Er trainiert fünf Mal die Woche bei einem 8 Stunden-Arbeitstag. Seine Bestleistung im Reißen liegt bei 161 Kilo.

Matthäus Hoffman als Nationalkader-Athlet hat bei einem Trainingspensum von 11-mal wöchentlich eine Bestleistung von 170 Kilo und der kann sich voll auf seinen Sport konzentrieren.

Für Björn ist es die letzte Chance, sich für die Studenten Weltmeisterschaften zu qualifizieren. Diese Norm ist mit 350 kg ungewöhnlich hoch, erst recht wenn man bedenkt dass der Sportler alle Unkosten für dieses Turnier selbst tragen muss.

Die Verantwortlichen beider Vereine rechnen mit einem äußerst engen Kampfverlauf. Der Vorverkauf zu diesem Kampf verläuft bestens. Der AV03 rechnet mit einer vollen Halle. -Frank Hinderberger-