PFERDESPORT

Best Solution. - Bild: Baden Racing

BADEN RACING: Best Solution gewinnt den 146. LONGINES GROSSER PREIS VON BADEN

Iffezheim. - Die weltberühmten blauen Godolphin-Farben von Dubai-Herrscher Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktoum haben beim 146. LONGINES GROSSER PREIS BADEN zum Finale der GROSSEN WOCHE auf der Galopprennbahn Baden-Baden · Iffezheim triumphiert. Der vierjährige Hengst Best Solution gewann vor 15.800 Zuschauern das mit 250.000 Euro dotierte Gruppe I-Rennen über 2.400m, das Teil der Rennserie German Racing Champions League ist.

Best Solution setzte sich sicher gegen den weiteren englischen Gast Defoe durch. Für Trainer Saeed bin Suroor, der den Sieg seines Schützlings vor Ort verfolgte, war es der 158. Gruppe I-Sieg seiner Karriere, die Anfang der 90er-Jahre begann. Den Großen Preis von Baden hatte er bereits 2002 mit Marienbard und 2003 mit Mamool gewonnen. „Das Tempo war genau richtig für Best Solution“, so bin Suroor. „Wir werden nun mit ihm nach Australien gehen.“ Hauptziel ist der berühmte Melbourne Cup.

Wie schon beim Erfolg von Best Solution im Großen Preis von Berlin Mitte August saß der irische Jockey Pat Cosgrave im Sattel: „Er hat sich zu einem richtig guten Pferd entwickelt. Es ist der fünfte Gruppe I-Sieg meiner Karriere.“

Bestes deutsches Pferd im Siebenerfeld war als Dritter der sechsjährige Hengst Iquitos, der den Großen Preis 2016 gewann und im Vorjahr den zweiten Rang belegte. Iquitos hatte einen starken Moment in der Zielgeraden, kam aber nicht weiter. „Der Jockey ist viel zu früh nach vorne gegangen, er hätte länger warten sollen“, haderte Trainer Hans-Jürgen Gröschel. „Trotzdem ist Iquitos wieder ein Riesenrennen gelaufen.“ Vierter wurde der Derbysieger von 2017, Windstoß.

Quest the Moon gewinnt 145. WACKENHUT MERCEDES-BENZ-PREIS ZUKUNFSTRENNEN

Eine ausgesprochen knappe Angelegenheit war – wie bei diesem Meeting häufiger in den großen Rennen – der 145. WACKENHUT MERCEDES-BENZ-PREIS ZUKUNFTSRENNEN (Gr.III, 1.400m, 55.000 Euro), das zu den wichtigsten Zweijährigen-Rennen in Deutschland zählt. Es siegte nach einem spannenden Dreikampf Quest the Moon im Besitz des Stall Salzburg, gezüchtet vom Gestüt Görlsdorf.

Für die in München tätige Trainerin Sarah Steinberg war es bereits der dritte Meetings-Erfolg. Unter dem irischen Topjockey Oisin Murphy rang die 73:10-Chance Quest the Moon den englischen Gast I’ll Have Another und die Stute Peace of Paris auf den letzten Metern nieder. „Er hat sich nach seinem ersten Start toll verbessert“, freute sich die Trainerin. „Ich habe ihn selbst in der Abschlussarbeit geritten, und diese war fantastisch. Er läuft nun im Preis des Winterfavoriten.“

Heimsieg im Berenberg Cup

Neun Stuten traten im Berenberg Cup an, ein mit 25.000 Euro dotiertes Listenrennen über 1.800m. Es siegte die vor Ort von Carmen Bocskai trainierte Vierjährige Folie de Louise – der größte Triumph für den seit mehr als 30 Jahren bestehende Galoppclub Iffezheim.

Um viel Geld für die Wetter ging es im BERNHARD BERGHAUS GEDÄCHTNISRENNEN, ein Ausgleich III über 2.200m. In der Viererwette hatte der Veranstalter Baden Racing eine Gewinnausschüttung von 30.000 Euro garantiert. In der Reihenfolge Adao, Shabrice, Zantaro vor Pissarro bezahlte die Viererwette 241.697:10.

Am nicht nur großer Sport auch große Unterhaltung gehörten zum Grand Prix-Wochenende: So wurde der Tag von vier großen historischen Kutschen stilvoll eröffnet – zu den prominenten Gästen zählten die TV-Größen Ruth Moschner, Enie van den Meiklokjes, Caroline Beil, Katja Burkard und Comedian Thomas Hermans. „Ich liebe die Atmosphäre hier, es ist einfach toll“, schwärmte Moschner. Die Schweizer Uhrmarke LONGINES krönte die am besten angezogene Dame mit dem „Prize of Elegance“. Anja Weser aus Frankfurt durfte sich über eine LONGINES Uhr im Wert von 2.000 Euro freuen. -Peter Mühlfeit-