PFERDESPORT

Ed Walker (l.), Pat Cosgrave, Stormy Antarctic. - Bild: Baden Racing

BADEN RACING: Stormy Antarctic erstürmt die 40. Badener Meile am toll besuchten „Kinder- und Familientag“

Iffezheim, 31.5.2018. - Gästesieg in der 40. Badener Meile am zweiten Tag des FRÜHJAHRSMEETING auf der Galopprennbahn Baden-Baden · Iffezheim. Der favorisierte fünfjährige Wallach Stormy Antarctic (Siegquote 21:10) gewann leicht mit eineinhalb Längen vor Va Bank und Vorjahressieger Palace Prince. Rund 13.500 Besucher füllten die Bahn am sonnigen „Kinder- und Familientag“ mit großem Unterhaltungsprogramm und dem beliebten Maskottchen-Rennen.

„Wir brauchen einen großen Sieg“, hatte der im südwestenglischen Lambourne tätige Trainer Ed Walker vor dem Rennen gesagt und sein Pferd, der schon als Dreijähriger ein wichtiges Rennen in England gewonnen hatte, erfüllte die Hoffnungen. „Es ist mir fast peinlich, aber ich war noch nie in Deutschland“, so Walker, der seinen ersten Gruppe 2-Sieg feiern durfte. „Stormy Antarctic ist ein hartes Pferd“, lobte Reiter Pat Cosgrave aus Nordirland. Die beiden Starter aus Iffezheim, Folie de Louise und Be My Sheriff belegten unter den elf Pferden nur hintere Plätze.

Alicante siegt mit Wartetaktik

Ein beeindruckendes Bild lieferte das zweite sportliche Highlight am zweiten Tag des FRÜHJAHRSMEETINGS, das noch bis Sonntag (3. Juni) läuft: Im Preis der Baden-Badener Hotellerie & Gastronomie über 2.200m jagte ein halbes Dutzend Pferde fast auf einer Linie in Richtung Ziel. Die höchste Endgeschwindigkeit zeigte Alicante aus dem Gestüt Röttgen, die vom letzten Platz aus das Neunerfelds überrollte. Der favorisierte Gast aus Frankreich, Palombe, wurde Zweiter vor der Schweizer Stute Sweet Soul Music.

Der Erfolg von Alicante mit Adrie de Vries im Sattel kam überraschend, das beweist die Siegquote von 152:10. „Es scheint in diesem Jahr fast so, dass ich mit Außenseitern mehr Erfolg habe als mit meinen Favoriten“, sagte Trainer Markus Klug. „Sie kam toll von hinten angeflogen.“ Die Wartetaktik war nicht geplant, aber „es war viel Unruhe im Feld, deshalb bin ich hinten geblieben“, so de Vries. „Sie hat einen Riesenspeed.“ Das Warten zahlte sich aus. -Peter Mühlfeit-