Judo

Martin Ludwig/JSV Speyer (r.). - Bild: Seán McGinley

JUDO: Speyerer Männer ärgern sich über knappe Niederlage

Die Männer des JSV Speyer haben den zweiten überraschenden Punktgewinn der Saison in der 1. Judo-Bundesliga Süd ganz knapp verpasst. Das Duell am dritten Kampftag gegen den JC Leipzig war buchstäblich bis zur letzten Sekunde offen: Erst in der Verlängerung musste sich Martin Ludwig gegen den Leipziger Dennis Ehrmann geschlagen geben. Mit einem Sieg hätte er seinem Team ein Unentschieden gesichert, so gewann der Favorit mit 8:6.

Es spricht für die enormen Fortschritte, die die Speyerer Männer seit ihrem letzten Auftritt in der 1. Bundesliga gemacht haben, dass man sich über eine knappe Niederlage gegen ein etabliertes Spitzenteam wie Leipzig ärgert. Aber es wäre tatsächlich mit etwas Glück mehr drin gewesen. Onise Bughadze hatte die Heimmannschaft mit einem souveränen und schnellen Ippon-Sieg im Auftaktkampf in Front gebracht, und nach einer Niederlage von Andreas Benkert zum Ausgleich hatte Franz Haettich mit einem hart erkämpften Sieg im Golden Score die Führung wiederhergestellt. Michel Adam und David Riedl mussten sich geschlagen geben, was den Gästen die erstmalige Führung bescherte. Doch Irakli Kupatadze hatte in einem weiteren Kampf, der in die Verlängerung ging, etwas mehr Reserven als sein Gegner und entschied das Duell zum 3:3-Ausgleich für sich. Im Abschlusskampf des ersten Durchgangs musste sich Michael Bantle den Punkt abgeben, aber beim Halbzeitstand von 3:4 aus Speyerer Sicht war noch alles drin.

Doch der zweite Durchgang folgte weitgehend dem gleichen Muster. Bughadze hatte zwar im Auftaktkampf gegen René Kirsten mehr Mühe als mit seinen Kontrahenten im ersten Durchgang und geriet sogar in Rückstand, konnte den Kampf aber noch zu seinem Gunsten wenden.

Wenden konnten die Speyerer das Blatt aber nicht mehr: die einzelnen Gewichtsklassen gingen im zweiten Durchgang allesamt an das gleiche Team wie im ersten. Obwohl Kupatadzes Sieg gegen Kevin Müller zum 6:7 die Spannung auf die Spitze trieb und das Speyerer Publikum Martin Ludwig lautstark und begeistert anfeuerte, und dieser mit einer enorm motivierten und engagierten Leistung reagierte, konnte er nicht die entscheidende Wertung erzielen und musste sich nach 36 Sekunden der Verlängerung geschlagen geben.

„Wir haben heute erneut gezeigt, dass wir jeder Mannschaft Probleme bereiten können, wenn wir in Bestbesetzung dastehen. Wenn man sich die ersten drei Kämpfe anschaut ist es sogar ärgerlich, dass wir nicht mehr als einen Punkt geholt haben“, bilanziert Teamchef Michael Görgen-Sprau und fügt mit Blick auf die nächsten Duelle mit den Mitaufsteigern Erlangen und Offenbach hinzu: „Jetzt kommen die Kämpfe, die wir gewinnen können und auch müssen, wenn wir die Klasse halten wollen.“ -Seán McGinley-