FASTNACHT

FASNACHT 2018: Herzblutfasnacht mit Gänsehautfeeling bei den Rheinfunken

Speyer. - Die Rheinfunken und ihr Prinzenpaar Verena I. und Christian I. bewiesen wieder einmal wunderbar, dass sie Fasching feiern können. An drei Prunksitzungen und über zwei Wochenenden begeisterten sie die anwesenden Närrinnen und Narren mit einem kurzweiligen und flotten Programm und versprühten viel gute Laune bei Show, Tanz und Musik im voll besetzten Ägidienhaus.

Nach der Begrüßung durch das Präsidium und dem Eröffnungslied durfte die jüngste aktive Fasnachterin Angelina Kauf als „goldisches Baby“ im rosa Strampler in die Bütt und wurde mit viel Applaus belohnt. Der erste Höhepunkt des Abends war ein Ausflug in die sechziger Jahre. Mit ihrem zauberhaften Showtanz ernteten die TSV-Mädels von „Dancers Dynasty“ die erste Rakete. Trainiert werden sie von Sahra und Julia Bader.

Sein Debüt als Solist auf der CVR-Bühne meisterte Finn Schuy souverän als „de Altstadt-Kalle-Enkel“. Damit tritt er in die großen Fußstapfen seines Opas (Karl-Heinz Wingerter). Das Publikum amüsierte sich köstlich als der 12-jährige seine frechen und lockeren Anekdoten aus dem Familienalltag preisgab.

Traditionsgemäß blickte der Till (Andrea Pfadt) mit politischem Sachverstand und spitzer Feder auf das zurückliegende Jahr und nahm die Große- und auch die Stadt-Politik auf die Schipp.

Die Vollblutfasnachter der Charmante und der Adrette „Die zwää Pälzer“ (Ralf Schuy und Helmut Kauf) begeistern Jahr für Jahr mit ihren Liedern und heizten der Narrenschar so richtig ein, bis der ganze Saal mitschunkelte . Mit ihrem aktuellen Lied „Rote Nasen hänn die Pälzer“ sangen sie sich wieder in die Herzen der Zuschauer.

In der schon tollen Atmosphäre sorgten die TSV-Springmäuse mit ihrer Trainerin Kirsten Venus für tänzerische Höhepunkte zu spanischer Musik.

Ein weiteres Highlight war der Auftritt von Helmut Kauf als Troubadour, der damit dem neuen Sitzungspräsidenten Rüdiger Kiktenko einen Wunsch erfüllte. Das ausgelassene Publikum forderte zu Recht als Zugabe den wunderbaren Evergreen „De Kall“.

Britney Spears rockt das Narrenparkett

Die flotten Jungs vom Männerballett versetzten das närrische Volk ins nächste Stimmungshoch, als sie zu den Songs der Backstreet Boys und Britney Spears sexy die Bühne rockten, verwandelten sie den Saal in ein Tollhaus. Trainerin Vanessa Pfadt und ihr Freund Erhan ernteten mit ihren Jungs tobenden Applaus und eine Zugabe.

Vor historischer Kulisse, wie immer gemalt von Helmut Kauf, luden die Rheinfunkenspritzer zum Stammtisch in Inge's Narrenstübchen ein. Neben den wunderbar amüsanten Erzählungen glänzte Hubert Ehrmantraut als Weingott Bacchus „Der liebe Gott hat nicht gewollt, dass edler Wein verderben sollt, drum hat er auch zum Saft der Reben, den nötigen Durst dazu gegeben! Wer den Geist des Weins nicht weiß, der lernt es heut in unser'm Kreis!“

Ein weiteres Highlight war die geniale Playbackshow. Der Saal tobte, als die Hits von Roxette, DJ Ötzi, Nik P, Maite Kelly, Kerstin Ott und Helene Fischer erklangen. Mit Standing Ovations wurde zu Recht eine Zugabe gefordert. Danach hatten die Beatles noch ihren großen Auftritt.

Viele Lacher auf ihrer Seite hatten „es Irmsche un de Helle“ (Ingrid und Helmut Kauf). Für die bissigen Schmeicheleien nach 44 Jahren Ehe erntete das Paar stürmischen Applaus. Nach vielen Streitereien war ihr Resümee: „Wir machen mit dem Händeln Schluss und zum Ende gibt’s än Kuss!“

Eine mitreißende Performance absolvierten die zwei Harlekine Anouk Behm und Julie Brack vom TSV Speyer.

Herrlich jammerte die Kaddel im Engelskostüm: „ich hab diesmal kä Zeit ä Büttenred zu schreibe!“ und übte Kritik über ihre kurze Vorbereitungszeit, denn kaum ist das eine Fest vorbei, kommt schon wieder das Nächste.

Überall sind Frauen

Trainerin Ruth-Eva Fleischmann überraschte mit Ihrer Showtanzgruppe „Dance Connections“ wieder mit einer tollen Formation. Die Dudenhofener Mädels ließen die verschwundenen Farben glanzvoll auf der Bühne leuchten und wurden mit viel Beifall belohnt.

Rüdiger Kiktenko war ein echter Brüller in der Bütt und sehnte sich zurück, als die Männer noch richtige Männer waren. „Was is nur aus uns Männer worn?“ „Wo ich hinseh: „Frauen, Frauen überall!“ Dieser Auftritt löste ohne Ende Beifallsstürme aus.

Im Stimmungshoch begeisterte der Narrenchor „Die Speyerer Brezle“ mit wunderbar flotten, mitreisenden und stimmungsvollen Liedern die Gänsehautfeeling auslösten. Das ausgelassene und begeisterte Publikum forderte mit Recht mehrere Zugaben.

Auch Martina Vogt sorgte mit tollen Gesangs-Einsätzen, viel guter Laune und Schunkelrunden immer wieder für super Stimmung.

Präsident Helmut Kauf, Sitzungspräsident Rüdiger Kiktenko und Vize-Sitzungspräsident Ralf Schuy steuerten in genialer Zusammenarbeit das Narrenschiff mit viel Witz durch die drei Abende. Zum großen Finale bedankten sich das Präsidium und das Prinzenpaar mit allen Akteuren und Helfern des Abends bei einer in Hochstimmung ausgelassenen Narrenschar. -Text: Margitta Schwarz / Bilder: Peter Kaiser