BUNT GEMISCHT

FRIDAYS FOR FUTURE: 500 Schüler und ältere Semester demonstrieren für mehr Klimaschutz / Weltweit: Jugendliche in mehr als 100 Ländern beteiligt / Deutschland: etwa 10.000 Schüler auf den Straßen

Nicht wenig Kritiker, so Berichte in Medien, seien überzeugt: Schüler machen auf schulfrei

Speyer. - Zirka 500 Jugendliche und junge Erwachsene dürften es gewesen sein, die, obwohl Sauwetter, an der heute weltweit organisierten Schüler-Demo „fridays for future“ mitgemacht haben. Treffpunkt war der St.-Guido-Stifts-Platz. Lautstark ihre Parolen rufend zog die Heerschar der Mädels und Jungs, gesichert von Polizisten und begleitet von begeisterten älteren Semestern, durch die Wormser Straße bis vors Altpörtel. Von dort marschierten die Demonstranten zum Stadthaus. Auf dem St.-Guido-Stifts-Platz, beim Altpörtel und am Rathaus wurden Reden gehalten, bedacht mit frenetischem Beifall. Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler bekundete den Demonstranten ihre Solidarität.

Medien verbreiten, dass Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz den Schülern bescheinigen, dass diese bezüglich der Entwicklung des Klimas Recht haben, so der SWR-Redakteur Ralf Caspary. Weltweit hätten 23.000 Forscher die Bewegung „fridays for future“, ins Leben gerufen von der 16-jährigen Umweltaktivistin Greta Thunberg (Schweden), positiv gewertet. Obwohl sie sich nicht zur Schulpflicht äußerte, unterstützt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel diese Schüler-Demos, die seit Wochen freitags während der Schulpflichtzeit stattfinden. Gemäß Berichten in Medien seien viele Leute der Überzeugung, dass Schüler diese Demos nutzen, um schulfrei zu machen.

„Wir alle müssen die Jugend unterstützen, wir dürfen erst gar nicht anfangen zu diskutieren, sondern müssen handeln. Jeder in seinem Bereich und in seinen Möglichkeiten, besonders natürlich die Politik und die Wirtschaft. Die Politik darf nicht anfangen zu diskutieren und das Engagement der Schüler aufgrund 'Schulpflichtfragen' in Frage stellen, schließlich ist es deren Zukunft und die sieht wahrlich nicht rosig aus, wir alle müssen einfach handeln. Bei dem heutigen, generellen Lehrkräfte-Mangel und den erheblichen Unterrichtsausfällen ärgere ich mich über Diskussionen ob das 'Schule-schwänzen' nun okay ist oder nicht, statt darüber zu diskutieren müssen wir alle die Kinder unterstützen und endlich handeln, es ist deren Zukunft“, sagt Holger Nißen, Bad Kreuznach, gegenüber dem Speyer-Report, der nach Speyer kam, um sich von der Demo ein Bild zu machen.

FMSG. - Erich Clemens, Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasium: „...die Teilnahme an der Demo werden wir als unentschuldigtes Fehlen werten, da es sich nicht um eine Schulveranstaltung handelt und deshalb auch keine Beurlaubung gewährt werden kann“.

HPG. - Joachim P. Heinz, Hans-Purrmann-Gymnasium: „...ich darf...aus einem Schreiben der ADD an die Speyerer Schulen vom 15.03.2019 zitieren: 'An einigen Schulen haben Schülerinnen und Schüler ihre Schulleitungen nach der Möglichkeit einer Teilnahme gefragt. Das Ministerium weist darauf hin, dass eine Beurlaubung der Schülerinnen und Schüler für diesen Streik während der Unterrichtszeit nicht gewährt werden soll.' Daraus ergibt sich, dass die Teilnahme als unentschuldigtes Fehlen zu werten ist, was unter Umständen wiederum Folgewirkungen haben kann.“ -bb-/Bilder © Bernhard Bumb