BUNT GEMISCHT

Reliquien aus Lourdes im Bistum Speyer

Schrein mit Reliquien der Heiligen Bernadette macht ab 31. Oktober Station in Ludwigshafen, Jockgrim, Rheinzabern, Maria Rosenberg, Homburg und Speyer

Speyer. - Ein Schrein mit Reliquien der Heiligen Bernadette Soubirous aus Lourdes ist in diesem Jahr zum ersten Mal auf Missionsreise durch Deutschland. Vom 31. Oktober bis 19. November 2018 wird er im Bistum Speyer an mehreren Orten zu sehen sein. Der Reliquienschrein enthält ein Stück eines Rippenknochens und Hautpartikel der Heiligen Bernadette. Das 40 Kilo schwere Behältnis mit den Reliquien wird von den Maltesern im Bistum Speyer zu den verschiedenen Orten transportiert und jeweils zusammen mit einer Marienstatue sowie einem dreiteiligen Faltaltar ausgestellt. Während des Aufenthaltes des Schreines im Bistum besteht die Gelegenheit zur Verehrung der Reliquien und zur Mitfeier von Andachten und Gottesdiensten.

„Viele Menschen, denen es nicht möglich ist nach Lourdes zu reisen, können sich so am Reliquienschrein in Gebet und Meditation mit den Geschehnissen in dem Wallfahrtsort verbinden“, erklärt Domkapitular Franz Vogelgesang. Der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im Bischöflichen Ordinariat in Speyer ist für die Organisation der Reise des Reliquienschreins durch das Bistum verantwortlich.

Erste Station: Ludwigshafen

Erste Station im Bistum ist vom 31. Oktober bis 5. November Ludwigshafen-Oggersheim. Nach dem Empfang am 31. Oktober um 17 Uhr in der Herz-Jesu-Kapelle im Franziskanerkloster finden in den darauf folgenden Tagen Gebete, Andachten und Gottesdienste zur Verehrung der Reliquien in der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt und der Kirche der Hl. Familie statt.

Am Montag, 5. November, reist die Reliquie zu einem kurzen Aufenthalt nach Jockgrim, wo der Schrein um 19.30 Uhr feierlich mit einem Festamt in der St. Georgskirche empfangen wird. Ab 6. November wird er in der Kirche St. Michael in Rheinzabern zu sehen sein. Domkapitular Franz Vogelgesang hält dort an diesem Tag um 19 Uhr ein Festamt, an das sich eine Lichterprozession zur Lourdesgrotte anschließt. Von Rheinzabern führt der Weg der Reliquien in das Wallfahrtszentrum Maria Rosenberg in Waldfischbach-Burgalben, wo am 7. November um 20 Uhr eine Begrüßungsfeier in der Gnadenkapelle stattfindet. Am Donnerstag, 8. November, 18 Uhr, feiert in der Wallfahrtskirche in Maria Rosenberg, wohin die Reliquien von der Gnadenkapelle aus hingebracht werden, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann eine Messe. Bis zum Abend des 10. November bleiben die Reliquien im Wallfahrtszentrum, dann werden sie für einen kurzen Aufenthalt nach Frankfurt transportiert.

Am 12. November wird der Reliquienschrein um 18 Uhr in der Klinikkirche in Homburg begrüßt. Während des Aufenthaltes in Homburg finden Andachten und Gottesdienste statt, darunter am 14. November eine Eucharistiefeier mit Krankensalbung mit Domkapitular Franz Vogelgesang.

Letzte Station: Speyer

Letzte Station des Reliquienschreines im Bistum ist das Kloster St. Magdalena in Speyer. Am 15. November um 17 Uhr ist dort der Empfang geplant, anschließend findet ein Rosenkranzgebet und die Vesper statt. Am Sonntag, 18. November, um 8.30 Uhr feiert Weihbischof Otto Georgens eine Heilige Messe in der Klosterkirche. Die Gelegenheit zur Verehrung der Reliquien besteht in dem Speyerer Kloster bis Montag, 19. November, um 12 Uhr. Danach reist der Schrein weiter in das Bistum Trier.

Programm für Speyer

Donnerstag, 15. 11., 17 Uhr Empfang in Speyer - Kloster St. Magdalena (Hasenpfuhlstraße 32) 17.30 Uhr Rosenkranz, 18 Uhr Vesper - Freitag, 16. 11., 6.30 Uhr Hl. Messe, 7 Uhr bis 12 Uhr und 14 Uhr bis 17.30 Uhr Verehrung der Reliquien, 17.30 Uhr Rosenkranz, 18.00 Uhr Vesper - Samstag, 17.11., 7 Uhr Hl. Messe, 7.30 Uhr bis 12 Uhr und 14 Uhr bis 17.30 Uhr Verehrung der Reliquien, 17.30 Uhr Rosenkranz, 18 Uhr Vesper - Sonntag, 18. 11., 8.30 Uhr Hl. Messe mit Weihbischof Otto Georgens, 9.30 Uhr bis 12 Uhr und 14 Uhr – 17.30 Uhr Verehrung der Reliquien, 17.30 Uhr Rosenkranz, 18 Uhr Vesper - Montag, 19. 11., 6.30 Uhr Hl. Messe, 7 Uhr bis 12 Uhr Verehrung der Reliquien, 12.00 Uhr Verabschiedung der Reliquien.

Hintergrundinformationen zur Hl. Bernadette

Der Heiligenlegende nach erschien im Jahr 1858 dem damals 14-jährigen Hirtenmädchen Bernadette Soubirous nahe der Stadt Lourdes insgesamt 18 Mal die Muttergottes. Sie forderte das Mädchen nicht nur auf, an dieser Stelle eine Kirche bauen zu lassen, sondern zeigte ihr auch den Weg zu einer Grotte mit einer Quelle. Diese Quelle wurde berühmt, nachdem ein blinder Mann sich die Augen mit dem Wasser daraus benetzt hatte und danach wieder sehen konnte. Dieses Wunder trug dazu bei, dass die Marienerscheinungen Bernadettes, die aus sehr armen Verhältnissen stammte und Zeit ihres Lebens kränklich war, anerkannt wurden. 1866 entschloss sich die junge Frau in das Kloster der Caritas- und Schulschwestern in Nevers einzutreten, wo sie sich in der Krankenpflege engagierte. Im Alter von nur 35 Jahren starb Bernadette 1879. Am 8. Dezember 1933 sprach Papst Pius XI. die Seherin und Nonne heilig. Der südfranzösische Ort Lourdes entwickelte sich zu einem Marienheiligtum und zählt mit vier bis sechs Millionen Pilgern pro Jahr zu einem der größten Wallfahrtsorte weltweit. -Bistum Speyer/Pressestelle-