BUNT GEMISCHT

Die Kurpfalz Bären wollen Trier die Laune verderben. - Bild: Verein

HANDBALL: Miezen oder Bären: Wer hat die schärferen Krallen?

Am Samstag kommt die „Wundertüte“ aus Trier nach Ketsch

Nach vier Siegen in Folge wollen die KURPFALZ BÄREN auch die Trierer Miezen nicht auf eine Spielwiese einladen, sondern ihnen von Anfang an die Laune verderben. Dr. Robert Becker: „Unsere Mannschaft hat sich in großartiger Weise aus dem Leistungstal zu Beginn des Jahres herausgespielt. Und auch der Aufstiegsverzicht hat keine Spuren hinterlassen. Ganz im Gegenteil. Kate Schneider und ihr Team sind heiß darauf, am Ende der Saison eine nie für möglich gehaltene Vizemeisterschaft in der zweiten Liga feiern zu können.“

Die Miezen sind launisch und unberechenbar

Vor der Runde hatten viele Handballfreunde erwartet, dass die mit vielen ausländischen Spielerinnen enorm verstärkte Mannschaft aus Trier ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitreden würde. Auch der neue belgische Trainer Andy Palm hatte große Erwartungen an sein Team. Doch seine `Miezen` lieferten eher Überraschungsergebnisse als kühl kalkulierte Spiele. Einem grandiosen Sieg in Mainz folgte eine bittere 22:27 Heimniederlage gegen Nürtingen. Und zuletzt führten sie mit sechs Toren in Hannover, um am Ende mit 30:24 die Segel zu streichen. Jetzt stellt sich die Frage, in welcher Verfassung sie nach Ketsch kommen werden.

Kate Schneider: „Trier ist schwer einzuschätzen, daher werden wir sie von Anfang an unter Druck setzen.“

Beim Hinspiel in Trier siegten die Bären recht locker mit 26:19, doch ‒ wie gesagt ‒, bei den Miezen muss man mit allem rechnen. Die Bärenfans sind sicher: Kate Schneider wird schon dafür sorgen, dass beim „Krallen ausfahren“ ihre Bären sich nicht von den Miezen übertölpeln lassen. Beim souveränen Sieg in Nürtingen konnte es sich die Bärentrainerin leisten, ganz nach Belieben auszuwechseln. Ganz so einfach wird es das Team aus Trier den Gastgeberinnen nicht machen wollen. Das sind gute Vorzeichen für ein hochattraktives Handballspiel, in dem die Fans und Freunde der Bären vielleicht wieder viel Spaß haben werden.

Ein Trumpf der Bären: Auf allen Positionen brandgefährlich

Nachdem zuletzt Saskia Fackel wieder so richtig in Fahrt gekommen ist, haben die Bären mit ihr und auch Carmen Moser zwei von allen Torfrauen gefürchtete Werferinnen in ihren Reihen. Die wahre Stärke der Bären besteht aber darin, dass diese beiden keine Solistenrollen spielen, sondern ganz hervorragend in das harmonische Ensemble eingebunden sind. Das bewiesen zuletzt Samira Brand als Spielmacherin, Sophia Sommerrock und Rebecca Engelhardt auf den Außenpositionen sowie Lena Feiniler und Elena Fabritz am Kreis. Leider fällt Lara Eckhardt verletzungsbedingt noch weiter aus. -Ilse Heigert-Becker-