BUNT GEMISCHT

DRECK-weg-TAG 2018: Reste eines Begräbnisses entdeckt

Nachholtermine in Eigenregie

Insgesamt wurde beim 16. Dreck-weg-Tag am vergangenen Wochenende 53 Kubikmeter Restmüll, 5 Kubikmeter Schrott und 2 Kubikmeter Glas auf Speyerer Gemarkung eingesammelt. Aufgrund der Witterung haben einige Gruppen abgesagt und angekündigt die Aktion bis Ende März in Eigenregie nachzuholen. Damit die Anfahrt ihrer Sammelpunkte durch den Baubetriebshof erfolgen kann, bittet die Umweltabteilung die Nachholtermine unter der Rufnummer 14 22 52 mitzuteilen.

Von Schnee und Eis nicht abschrecken ließen sich auch die 10 Mitglieder des Jugendstadtrates (JSR). Sie gingen am Samstag planmäßig auf Tour und sammelten wilden Müll entlang der Joachim-Becher-Straße. Von der Dimension der Vermüllung an der LKW-Haltestelle waren sie negativ überrascht, hatten sie doch in den ersten 30 min bereits sechs Müllsäcke befüllt. Eine regelrechte „Müllkipp" in den Hecken, hätten sie nicht erwartet, gibt JSR-Vorsitzende Sophie Oppinger ihren Eindruck wieder. Ihr Stellvertreter Christian Fisch findet neben der Quantität auch die Qualität problematisch. Denn in die Natur wird nicht nur Glas und Verpackungsmüll aller Art geworfen, sondern auch achtlos Sondermüll wie Ölkanister, Dosen mit Lacken und Butangas entsorgt. Hinzukommen LKW-Seitenspiegel, Radkappen, Kochtöpfe und Pfannen, unappetitliche Funde wie mit Urin befüllte Flaschen und ausgediente Kleidung.

Umweltdezernentin Stefanie Seiler unterstützte die Jugendlichen zwischenzeitlich beim Müllsammeln und dankte ihnen für ihre tatkräftige Unterstützung beim kollektiven Frühjahrsputz der Stadt Speyer. Wie in der Siemensstraße geplant, sehe sie auch für den LKW-Haltestreifen in der Johann-Joachim-Becher Straße die Sperrung der Parkfläche als Problemlösung vor Ort. Die Nachfrage bei den ansässigen Firmen habe ergeben, so die Beigeordnete im Austausch mit dem JRS, dass es sich nicht um hiesigen Lieferverkehr sondern um Durchreisende handle. Angesichts einer nicht ausreichenden Anzahl an Autohöfen entlang der Strecke, könne es nicht Aufgabe der Kommune sein, die Kosten zu tragen, die aus dieser fehlenden Infrastruktur resultierten, ist die städtische Beigeordnete überzeugt.

Insgesamt wurde beim 16. Dreck-weg-Tag am vergangenen Wochenende 53 Kubikmeter Restmüll, 5 Kubikmeter Schrott und 2 Kubikmeter Glas von großen wie kleinen Helfern eingesammelt, die andere auf Speyerer Gemarkung wild entsorgt haben. Ferner weist die Sammelstatistik auf. -Barbara Fresenius-

Sondermüll: 8 Autoreifen - 7 Eimer Dispersionsfarbe - 6 Kanister Öl - 1 Gasflasche - 2 Feuerlöscher - 2 x 2 m Dachabdeckung Asbest - 1 Leuchtstoffröhre

Elektroschrott: 1 Drucker - 1 PC Bildschirm - 1 Staubsauger

Sperrmüll: zwei Matratzen - ein Sitzmöbel

Besondere Fundsachen: 1 Safe und am Neuen Hafen hat der BUND in der Nähe des Kriegerdenkmals die Überreste einer Begräbnisstätte gefunden: ein leere Urne ohne Deckel und zwei Kerzenständer.