BUNT GEMISCHT

Stefanie Seiler, Alexander Schweitzer. - Bild: Bernhard Bumb

OB-WAHL SPEYER 2018: Stefanie Seiler will Oberbürgermeisterin werden / Die Beigeordnete und Kandidatin der SPD betont im Gespräch mit Medien im "Flamingstar" ihren Führungsanspruch. / Mit 100 Prozent Zustimmung des SPD-Stadtverbandes und der SPD-Stadtratsfraktion auf den Schild gesetzt

Speyer. - Stefanie Seiler will es besser machen, alles besser machen, als Amtsinhaber Hansjörg Eger (CDU). Sie will nicht acht Jahre "in die Lehre" gehen, sie will ab dem ersten Tag als Oberbürgermeisterin arbeiten, betonte die 34-jährige Diplom-Soziologin und ehemalige kaufmännische Angestellte im väterlichen Bauunternehmen Wolfgang Seiler. Weitere berufliche Felder bis zum Aufstieg zur Beigeordneten: Politische Referentin für Organisation und Parteiarbeit im SPD-Landesverband Rheinland-Pfalz (Mainz) und Bildungssekretärin der Jungsozialisten Rheinland-Pfalz (Mainz).

Sieht man von ihrer kaufmännischen Tätigkeit mal ab, ist Stefanie Seiler eine durch und durch politische Frau, eine Parteifrau. Schon beim Interview im Café Hindenburg anlässlich ihres Einzugs in den Stadtrat hat Speyer-Report den Verdacht geschöpft, dass die junge Dame mehr will. Bestätigt hat sie diese Vermutung nicht, aber dabei etwas gelächelt, als sie zu verstehen gab: sie sei jetzt erst mal im Stadtrat.

Wird Seiler gewählt und schafft sie die achtjährige Amtszeit als OB und dann eventuell nochmal einen achtjährigen Nachschlag, dann zählt sie 50 Lenze, dann sind immer noch Perspektiven für noch höhere Ämter möglich. Das Zeug dazu dürfte sie haben. Sollte die Mama von Marie (2) ab 1. Januar 2019 nicht auf dem Speyerer OB-Sessel sitzen, bleibe sie Beigeordnete, gab sie zu verstehen.

Präsentiert wurde die Kandidatin von Alexander Schweitzer, Vorsitzender SPD-Regionalverband Pfalz, und Walter Feiniler, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion. Schweitzer sagte, Seiler sei ein "sozialdemokratisches Nachwuchstalent". Feiniler: "...beste sozialdemokratische Entscheidung für die Stadt." Die Beigeordnete dankte allen, die sie zur Kandidatin gekürt haben. Sie versprach im Fall ihrer Wahl zum Stadtoberhaupt mehr Bürgernähe, mehr Transparenz, mehr bürgerliches Mitwirken. Sie sei bestens motiviert für den Posten der Oberbürgermeisterin. Das soziale Leben in Speyer stehe für sie "an oberster Stelle". Sie will "über Parteibücher hinaus" aktiv sein. Der "Dreiklang Politik, Verwaltung, Bürger" soll besser werden. Die OB-Wahl will sie "im ersten Wahlgang gewinnen".

Malu Dreyer kommt

"Speyer kann mehr", hob die Beigeordnete hervor und das ist vielleicht ihr Wahlkampf-Motto. Seiler warf Eger fast auf der ganzen Linie Versagen vor - was die Verwaltung, sein Verhältnis zu Mitarbeitern, die Personalsituation am Beispiel der Friedhofspolitik, die Kommunalreform betrifft um nur diese Beispiele aus ihrer Rede zu nennen. Die Bürger sollen mitentscheiden können, wie "Speyer 2025/2030" aussehen soll, so Seiler. Bürgerentscheide könne sie sich vorstellen.

Die Parteiführung ist sich sicher, dass Stefanie Seiler in einer Mitgliederversammlung am 17. Oktober im Stage Center, Hasenpfühler Weide, als Kandidatin bestätigt wird. Zu dieser alles entscheidenden Versammlung werde Ministerpräsidentin Malu Dreyer kommen, hieß es. -Bernhard Bumb/Bild: bb-