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JUDO: Marathon-Aufgabe bei der Bundesliga-Rückkehr

Mit einem Auswärtskampftag in Leipzig starten die Männer des JSV Speyer in die neue Saison in der 1. Judo-Bundesliga Süd – fast genau zwei Jahre dem letzten Bundesligakampf. Es wird in jeder Hinsicht eine Marathon-Aufgabe.

   Um 4.30 Uhr in der Frühe soll der Mannschaftsbus am Speyerer Judomaxx losfahren, gegen 11 Uhr ist die erwartete Ankunft in Leipzig. Um 14 Uhr kämpfen die JSVler gegen Samurai Offenbach, um 18 Uhr dann gegen den gastgebenden JC Leipzig. Erst am Sonntag gegen 4 Uhr wird das Team wohl wieder in Speyer sein.

   Trotz des großen Aufwandes mit der Anfahrt und den gebotenen Infektionsschutzmaßnahmen überwiegt die Freude auf die Rückkehr auf die Bundesligamatte – zumal die Speyerer nach Auskunft von Teamchef Michael Görgen-Sprau guter Dinge sind, dass sie etwas Zählbares mitnehmen können. Die personellen Voraussetzungen hierfür sind günstig.

   Besonders freut sich der Teamchef darüber, dass der Deutsche Meister Michel Adam eine Woche nach seinem Titelgewinn mit dabei sein wird. Er hatte die komplette Bundesliga-Saison 2019 wegen Verletzungen und internationaler Einsätze gefehlt. Auch die erforderliche Breite des Aufgebots ist gegeben: „Wir haben trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Michael Bantle (-73kg) in jeder Gewichtsklasse mindestens zwei oder drei Leute. Wir können also gut wechseln, was natürlich an einem Doppelkampftag besonders wichtig ist“, so Michael Görgen-Sprau.

   Auch wenn sehr viele bekannte Gesichter dabei sein werden, werden auch einige neue Namen im JSV-Aufgebot auftauchen. Yves Touna (-81 kg) und Patrick Schmidt (-100 kg) stehen als Neuzugänge im Kader, hinzu kommen die beiden Jüngsten im Team, Samuel Mendel und Til Braunbach, beide Jahrgang 2004 – sie stehen vor ihren Bundesliga-Debüts.

   Der Optimismus auf Speyerer Seite ist also nicht grundlos, zumal der JSV sowohl Offenbach als auch Leipzig 2019 besiegen konnte, wobei der Sieg in Leipzig eine der größten Überraschungserfolge überhaupt für das Speyerer Bundesligateam war. Diesen Triumph zu wiederholen wäre für die Domstädter natürlich ein Traum – und ein Garant für eine kurzweilige Rückfahrt mit ausgiebigem Feiern. - Seán McGinley

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