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Gewährt neuartige Blicke: der Panoramasteg © Rendering: RMP

BUGA 23: Bau des Panoramastegs beginnt am 06.04.2021 / Ingenieurstechnisches Meisterwerk entsteht auf Spinelli

Der Steg ermöglicht neuartige Einblicke in die Au, ohne dass Besucher das Landschaftsschutzgebiet betreten müssen / Gemeinderat hat den Bau des Stegs bereits 2017 beschlossen

Mannheim. - Der Panoramasteg wird eine markante Landmarke der besonderen Art: Bereits zur BUGA 23 erhalten die Besucher von dort aus einen einzigartigen Einblick – sowohl über das Spinelli-Gelände mit Magerwiesenflächen, Sandrasenbiotopen, Eidechsen- und Haubenlerchen-Habitaten als auch über das Landschaftsschutzgebiet der Feudenheimer Au, ohne auch nur einen Fuß hineinsetzen zu müssen.

   „Der Panoramasteg stellt ein architektonisches Highlight im Grünzug Nordost dar. Die filigrane Stahlkonstruktion wertet den Spinelli-Park inmitten des Grünzugs Nordost auf. Als 12 Meter hohe Aussichtsplattform ermöglicht der Steg außerdem eine ganz neuartige Erfahrung des Naturraums Feudenheimer Au“, sagt Michael Schnellbach, Geschäftsführer der Bundesgartenschau-Gesellschaft Mannheim 2023 gGmbH. „In seiner Funktion als Fußgängerbrücke vereinfacht er nach der BUGA 23 die sichere Querung der Straße Am Aubuckel für Passanten.“

   Die Stadt Mannheim plant und baut als Straßenbaulastträger den Fußgängersteg. Mit der Herstellung des Panoramasteges wurde die Bundesgartenschau-Gesellschaft Mannheim 2023 gGmbH betraut. Erbaut wird das Meisterwerk der Ingenieurskunst auf dem südwestlichen Teil des Spinelli-Geländes. Dort führt eine 115 Meter lange Erdrampe zum Steg. Der Steg selbst ist 81 Meter lang – 43 Meter davon ragen freitragend über das Augewässer. Die Brückenbreite beträgt acht Meter, die Nutzbreite drei Meter. Der Steg ist barrierefrei. Die Investitionssumme beträgt drei Mio. Euro.

   „Der wetterfeste Stahl entwickelt mit der Zeit eine Passivschicht bzw. Rostschicht und schützt sich somit selbst. Mit Hilfe dieser nachhaltigen Bauweise können wir auf eine Beschichtung größtenteils verzichten“, erläutert Volker Jurkat, Abteilungsleiter „Verkehrsinfrastruktur | Hochbau“. „Im filigranen Kopfstück des Stegs integrieren wir Schwingungstilger, die den Nutzungskomfort für die Besucher zusätzlich erhöhen.“

   Als vorbereitende Maßnahme werden am 06.04.2021 sechs vitale Bäume entfernt und sieben bereits abgestorbene. Überwiegend handelt es sich um Robinien und Feldahorn. Die Ausgleichsmaßnahmen sind in den Genehmigungsauflagen von der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) definiert und werden von der BUGA 23 entsprechend umgesetzt. Die Erdarbeiten für den Panoramasteg beginnen voraussichtlich Anfang Mai 2021. Die Betonarbeiten werden Ende des Jahres fertigstellt. Die Montage des Stahlbaus erfolgt im ersten und zweiten Quartal 2022. Fertiggestellt werden soll der Panoramasteg im Sommer 2022. - Tanja Binder

 

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