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Bekanntgabe der Finalisten für die Hans-Purrmann-Preise 2021: Jury nominiert für den Großen Preis acht sowie für den Förderpreis zehn Künstler

Um die Hans-Purrmann-Preise für Bildende Kunst der Stadt Speyer hoffentlich auch 2021 in feierlichem Rahmen verleihen zu können, wird die Entscheidung über die Preisvergabe in den Herbst verlegt. Die beiden Vorjurys nominierten dieser Tage die jeweiligen Finalisten für die von der Hans Purrmann Stiftung getragenen Auszeichnungen.

 

Nominierungen für den Großen Hans-Purrmann-Preis 2021 der Stadt Speyer

  Die Vorauswahl für den Großen Hans-Purrmann-Preis fand am vergangenen Freitag in München statt. Neben dem Vorsitzenden, Professor Dr. Andreas Bee, gehörten der Jury die renommierte Malerin und Professorin der Münchner Akademie, Karin Kneffel, sowie der Künstler und Professor der Kunstakademie Düsseldorf, Marcel Odenbach, an. Aus 54 Bewerbungen, die auf Vorschlag von 64 international renommierten Künstler, Kritiker und Kurator eingegangen waren, wählten die Juroren folgende acht Finalisten aus: Böhler & Orendt (Matthias Böhler, *1981, Aachen und Christian Orendt, *1980, Schäßburg/RO), Julian Charrière (*1987, Morges/CH), Jan Paul Evers (*1982, Köln), Jadé Fadojutimi (*1993, London/GB), Mario Pfeifer (*1981, Dresden), Katharina Schilling (*1984, Köln), Kathrin Sonntag (*1981, Berlin) und Fabian Treiber (*1986, Ludwigsburg).

  Der Große Hans-Purrmann-Preis wird 2021 zum fünften Mal ausgelobt und zählt mit einem Preisgeld von 20.000 Euro sowie einer eigenen Katalogpublikation zu den höchst dotierten deutschen Künstlerpreisen. Honoriert werden soll eine individuelle künstlerische Leistung, die eine eigenständig gefundene und konsequent verfolgte Thematik ausdrückt. Erster Preisträger des Großen Hans-Purrmann-Preises war 2012 der israelische, in Berlin lebende Künstler Dani Gal (*1975). Ihm folgten 2015 die Film- und Videokünstlerin Loretta Fahrenholz (*1981), 2017 die Kölner Künstlerin Sabrina Fritsch (*1979) sowie 2019 die Düsseldorfer Künstlerin Kristina Buch (*1983).

 

Nominierungen für den Förderpreis „Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst“ 2021

  Auch die Vorjurierung für den Förderpreis „Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst“ hat bereits stattgefunden. Unter der Leitung von Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler wirkten der Kunsthistoriker und Direktor des Wilhelm-Hack-Museums René Zechlin sowie der in Offenbach als Professor tätige Künstler und Träger des Hans-Purrmann-Förderpreises 1996 Martin Liebscher bei der Vorauswahl mit. Insgesamt wurden für den Förderpreis 181 Bewerbungen eingereicht, aus denen die Jury folgende acht Künstler für die Hauptauswahl eingeladen hat: Enric Fort Ballester (*1987, Benifairó de les Valls, Valencia/ES), Thorben Eggers (*1988, Flensburg), Bastian Gehbauer (*1985, Lindenfels), Alina Grasmann (*1989, München), Alexander Janz (*1994, Villingen-Schwenningen), Hanna Kaminski (*1988, San Franciso/USA), Catalin Pislaru (*1988, Chisinau/MD), Christian Retschlag (*1987, Magdeburg), Jörg Sobott (*1986, Riedlingen) und Philipp Valenta (*1987, Hattingen).

  Der Förderpreis „Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst“ wurde 1965 anlässlich des 85. Geburtstages von Hans Purrmann von der Stadt Speyer gestiftet und wird bereits zum 20. Mal vergeben. Der mit 6.000 Euro und einer eigenen Katalogpublikation dotierte Förderpreis soll, so der ausdrückliche Wunsch von Hans Purrmann, an förderungswürdige junge Künstler verliehen werden, die vergleichbar den Lebensstationen Hans Purrmanns einen europäischen Blick und Bezug, aber auch einen Bogen von europäischen Metropolen und ländlichen Räumen aufweisen.

 

Die Entscheidung über die Preisvergabe

  Angesichts der pandemischen Lage haben die Stadt Speyer und die Hans Purrmann Stiftung in München gemeinsam entschieden die Hauptauswahl auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr zu verschieben. Die Entscheidung über die Gewinner des Großen Preises und des Förderpreises fällt nun am 24. September 2021. Über die Vergabe entscheidet die erweiterte siebenköpfige Gesamtjury, der neben den bei der Vorauswahl beteiligten Juroren auch die Künstler und Professor Prof. Leiko Ikemura, Prof. Christian Jankowski und Prof. Ben Willikens angehören.

  Die Preisverleihung erfolgt am 25. September 2021 bei einer Feierstunde im Historischen Rathaus mit anschließender Ausstellungseröffnung im Kulturhof Flachsgasse. Bis einschließlich 24. Oktober 2021 sind die Arbeiten der Finalisten aus beiden Wettbewerben in den Räumen der Städtischen Galerie und des Kunstvereins zu sehen.

 

Der Namensgeber Hans Purrmann

  Die beiden Preise werden in Erinnerung an den 1880 in Speyer geborenen Maler Hans Purrmann von der Stadt Speyer und der Hans Purrmann Stiftung getragen. Hans Purrmann war Schüler von Franz von Stuck und Mitglied der „Berliner Secession“. In Paris zählte er zu den Gründungsmitgliedern der „Académie Matisse“. Mit seinem Lehrer und Freund Henri Matisse blieb er lebenslang freundschaftlich verbunden. Es folgten Jahre des künstlerischen Erfolgs in Deutschland, Italien und im Tessin. Hans Purrmann gilt als der große Kolorist Deutschlands im 20. Jahrhundert.

  Die Konzeption der beiden Preise orientiert sich an Purrmanns Selbstverständnis und Lebensdynamik: leidenschaftlicher Antrieb, hohe Risikobereitschaft, Mut zum Experiment, Offenheit, Klarheit und Kraft in Farbe und Form und ein europäischer Horizont sind die herausragenden Merkmale, die in die Gegenwart zu übersetzen sind. - Anke Illg

 

Hinweis der Redaktion

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