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Matthias Dörsam, Erwin Ditzner, Michael Herzer, Laurent Leroi. - Bilder © Bernhard Bumb

Eine 60 Millionen Jahre alte Komposition begeistert

Les Primitifs machte den Schluss-Akkord der Veranstaltungsreihe SPEYER.KULTUR GOES PARADISE

Les Primitifs. Französisch primitif: ursprünglich, unverfälscht, einfach, simpel. Wer diese Formation noch nie erlebt hat, denkt bei diesem Namen wahrscheinlich zunächst darüber nach, was die Musiker wohl von der Bühne in die Gehörgänge des Publikums säuseln lassen. Das einzig „primitive“ aber auf der Bühne im Paradiesgarten war das Schlagwerk, auf dem Erwin Ditzner ab und zu auch mit dem linken Fuß trommelte. Er hatte lediglich eine etwas größere kleine Trommel, eine kleinere Trommel, 2 Bongos, eine Rassel und das Becken hatte den Durchmesser einer Untertasse.

 

Matthias Nowack, Monika Kabs

 

  Bürgermeisterin Monika Kabs - Kulturdezernentin der Stadt Speyer - lobte die Veranstaltung, die Organisatoren, die Künstler, die Helfer und das Publikum. Ihr besonderer Dank galt Pfarrerin Christine Gölzer, die den Paradiesgarten zur Verfügung stellte. Auch Fachbereichsleiter Dr. Matthais Nowack zeigte sich in seiner Ansprache von der Konzert-Reihe "Speyer.Kultur goes Paradise" begeistert.

  Locker, leicht, witzig, gab sich das Quartett am vergangenen Sonntag in der Mittagszeit neben der Dreifaltigkeitskirche. Der Spaß mit den vier Kapazitäten am Saxophon, an der Klarinette, am Schlagzeug, Bass und Akkordeon begann mit einem Lied, das dem „deutsche Weib“ gewidmet ist: „Das Wallkürchen“. Bis zur Zugabe war das Konzert eine musikalische Matinee aus Rock, Jazz, Walzer, Tarantella, Rumba zum Träumen.

 

 

  Das besonderes Stück: eine „prähistorische Kombination, geschaffen vor rund 60 Millionen Jahren“ – also nach den Worten von Laurent Leroi (Akkordeon). Das Teil heißt „La Dino“ - eine ulkige Samba. Als Meister der Tonkünste zeigten sich die Vier unter anderem beim Anfliegen einer „Schnook“ (Akkordeon) bis diese von der Klatsche (Trommel) erledigt wurde. Es ging wirklich lustig zu im Paradies – im Gegensatz zum Paradies des Alten Testaments. Das Ganze gefiel noch um so mehr, weil Laurent Leroi mit typisch französischem Akzent parlierte.

 

 

Stimmen zum finalen Konzert:

Evi Feindel (Waldsee), Beate Ruppenthal und Elke Ventulett aus Speyer: Diese Musiker spielen echt aus Leidenschaft, die können das Publikum mitnehmen, brillantes Können, ein wunderschönes Erlebnis, man merkt, dass es den Musikern Spaß macht, sie nehmen einem mit in Länder, in denen man gerne wäre, man fühlt sich durch die Musik hinausgetragen, zum Beispiel nach Frankreich, grandios.

 

 

  Holger Reicht aus Hockenheim antwortet kurz und treffend: „Kunst kommt von Können“. Die drei Damen fügten hinzu, dass im Paradiesgarten künftig kulturelle Veranstaltungen stattfinden sollen, aber das Areal soll so bleiben wie es ist, es soll nicht aufgehübscht werden, es soll kein Schickimicki angeschafft werden, die Biertisch- und Holzbankromantik, das jetzige Flair, müssen bleiben. - bb

 

 

 

 

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