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Die Erdhummel hat keine Angst vor Ameisen. - Bilder © Bernhard Bumb

Ameisenvolk im Historischen Museum

Spezialisten bringen die Krabbeltiere zu gegebener Zeit in einen Wald

Speyer. - Ein Ameisenvolk macht sich im Historischen Museum der Pfalz breit. Das kommt daher, weil die Gegend, in der die Ameisen hausen, zum Bauland umgewidmet wurde und die Krabbeltiere nun ein neues „Staatsgebiet“ brauchen. Das Ameisenvolk kommt im Februar oder März nach Speyer und wird im Historischen Museum in der Ausstellung EXPEDITION ERDE unter artgerechter Haltung gezeigt. Später, wenn die Ausstellung am 19. Juni 2022 wieder abgebaut wird, bringen Spezialisten das Volk in einen Wald. Den Umzugstermin „bestimmt die Ameisenkönigin“, hieß es.

 

Traktor anno 1959

 

Es gibt auch Spinnen, die im Boden hausen.

 

 

   In der gestrigen Pressekonferenz zur Austtellung „EXPEDITION ERDE – Im Reich von Maulwurf und Regenwurm“ wurde auf eine ganz tolle Schau hingewiesen. Dass die Ausstellung, die vor allem für junge Leute von 6 bis 12 Jahren konzipiert wurde, eine geniale Veranstaltung ist, davon konnten sich die Vertreter von Medien bei einem Rundgang durch die Schauräume überzeugen.

 

 

   Museumsdirektor Dr. Alexander Schubert: „Eine spannende unterirdische Reise“. In einem Raum geht es um die „niedliche Erdhummel“. Zu der „faszinierenden Welt“ unter der Erdoberfläche gehören Präsentationen von Maulwurf, Regenwürmern, etlicher Tierchen, die man in natura nie zu Gesicht bekommt – eine Auswahl aus 1,6 Billionen Mini-Lebewesen aus einem Quadratmeter Erde mit 30 cm Tiefe.

 

Mitmach...

 

...stationen.

 

   Die Besucher lernen aber nicht nur, wer und was sich im Boden bewegt, lebt und arbeitet, für Belüftung und Herstellung von Erdboden sorgt, sondern man erfährt auch, was den Boden kaputt macht oder kaputt machen kann – beispielsweise die schweren Maschinen, die beim Holzernten in den Wäldern eingesetzt werden.

 

Wie lange Müll im Wald überlebt.

 

   Auch faszinierend: das Thema Kommunikation zwischen Pilzen und Bäumen, vor allem, wenn für die Bäume Gefahr im Verzug ist. In einem Raum können die Kinder – aber bestimmt auch Erwachsene – in Erfahrung bringen, wie Fotosynthese entsteht. Im ersten Raum der Ausstellung wartet ein Oldtimer auf die Besucher. Ein Traktor aus dem Jahr 1959 steht für Erinnerungsfotos zur Verfügung. Welches Kind wollte nicht mal auf einem Traktor hinterm Lenkrad sitzen! Der Traktor gehört zum Thema Erde dazu, ist er doch einer der wichtigsten Maschinen für die Landwirtschaft, die auf den Ackerböden fahren.

 

Fotosynthese spielend begreifen.

 

   Die Ausstellung macht vor allem eines klar und deutlich: Es gibt nichts Unnötiges, alles was im Boden keucht und fleucht hat seinen Sinn, auch im Fresskreislauf. Was sich unnötig im und auf dem Boden befindet ist Müll. Auch zu diesem Thema gibt es Informationen.

 

Domplatz: Auf dem Museumskreisel.

 

   Themen (Auswahl): Was ist ein lebendiger Boden? Warum sind Pflanzen wichtig? Boden als Speicher für CO2 und Wasser. Der Wasserkreislauf. Der Kohlenstoffkreislauf. Wood Wide Web.

   Vorm Presserundgang gab es umfangreiche Informationen von Direktor Dr. Schubert, Kuratorin Junges Museum Cathérine Biasini und von Kuratorin Junges Museum Almut Neef. Moderiert wurde die Konferenz von Sabine Karle-Coen.

 

EXPEDITION ERDE – Im Reich von Maulwurf und Regenwurm“

   Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem ZOOM Kindermuseum Wien – Botschafter der Ausstellung: Dominik Eulberg – Historisches Museum der Pfalz – Speyer – 10.10.2021 bis 19.06.2022 - Di bis So von 10 bis 18 Uhr – Mehr Infos: www.expedition-erde-ausstellung.dewww.museum.speyer.de - bb

Zusätzliche Informationen