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Im Zeichen des Kreuzes

Landesausstellung „Der Untergang des Römischen Reiches“

Trier. - Das Kreuz ist eines der wichtigsten und ältesten Symbole der Menschheit, man findet es in allen Kulturkreisen und in den unterschiedlichsten Variationen. Seit Kaiser Konstantin prägte der christliche Glaube die Kaiserstadt Trier und machte sie zu einem bedeutenden Zentrum im Zeichen des Kreuzes.

   Da aber die Kreuzigung in der Antike die schändlichste und grausamste Form der Todesstrafe war, tat sich die christliche Kirche am Beginn ihrer Existenz schwer, das Kreuz als wichtiges und zentrales Symbol zu verwenden.

   Ab dem 25. Juni 2022 stehen zentrale Ausstellungskapitel der Landesausstellung „Der Untergang des Römischen Reiches“ bewusst im Zeichen des Kreuzes. Aus den ersten Jahrhunderten des frühchristlichen Glaubens stammen einzigartige Kunstwerke, die im Museum am Dom und im Rheinischen Landesmuseum Trier für besondere Ausstellungserlebnisse sorgen werden.

 

Über Bologne nach Berlin

   Mit der Zeitzer Ostertafel kommt das weltweit älteste Dokument zur Berechnung des Osterfestes nach Trier ins Rheinische Landesmuseum. Ihr Weg durch Europa und durch die Geschichte ist einmalig. Die Ostertafel entstand in der Spätantike 447 in Rom und umfasst die Ostertermine der Jahre 29 bis 532. Über Bologna fand sie ihren Weg bis in die Stiftsbibliothek von Zeitz. Heute wird sie in der Berliner Staatsbibliothek aufbewahrt und verlässt nur für ganz besondere Anlässe den geschützten Tresor.

   Das auf Vellum, feinstem Kalbspergament, geschriebene Fragment der lateinischen Bibelübersetzung (Vulgata) aus der weltberühmten Stiftsbibliothek St. Gallen ist eines der bedeutenden christlichen Zeugnisse des 5. Jahrhunderts. Diese in Verona verfasste Handschrift enthält auf 473 Blättern den Text der vier Evangelien und gilt als die älteste lateinische Bibelfassung.

   Das Museum am Dom präsentiert mit dem Thomas Evangeliar eine einzigartige Bilderhandschrift des 8. Jahrhunderts. In Kloster Echternach angefertigt, wird das herausragende Kunstwerk merowingischer Buchmalerei im Museum am Dom die Besucher in ihren Bann ziehen.

   Seit dem legendären Bischof Maximin, der von 335 bis 347 in Trier wirkte, steht die Kaiserstadt im Zeichen des Kreuzes. Der mächtige Trierer Dom St. Peter ist die älteste Kirche Deutschlands und steinerne Zeuge einer beeindruckenden Kultur- und Glaubensgeschichte, die an jeder Stelle Triers erlebbar ist und die Stadt nicht nur im kommenden Jahr zu einem herausragenden Kulturreiseziel macht.

 

Infobox

Das Rheinische Landesmuseum, das Museum am Dom und das Stadtmuseum Simeonstift sind vom 25. Juni bis zum 27. November 2022 Schauplatz der Landesausstellung „Der Untergang des Römischen Reiches“ in Trier. Mehr als 700 Kunstwerke von 130 nationalen und internationalen Leihgebern machen Trier in diesen Monaten zu einer Schatzkammer auf Zeit. Als das „Zentrum der Antike“ bietet die Kaiserresidenz der Spätantike mit ihren weltberühmten UNESCO-Welterbestätten den passenden Rahmen für dieses einzigartige Ausstellungsprojekt. Weitere Informationen unter https://untergang-rom-ausstellung.de/

 

 

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