Aktuell

Polizei-Report: Zoll warnt / "Arschloch", "Hurensohn" / Großeinsatz im Holidaypark / Raub auf dem Weg zur Kirche – u. a. m.

Zoll warnt vor Betrugsmaschen

In den vergangenen Wochen haben Betrüger sich als Beschäftigte des deutschen Zolls ausgegeben. Dazu nutzten die Kriminellen alle gängigen Kommunikationswege, um potenzielle Opfer anzusprechen. Die Betrüger wollten in allen Fällen Geld überwiesen bekommen. Dabei wurden folgende Gründe vorgeschoben:

- Zahlungen auf ein Treuhandkonto zur Abwehr eines Gerichtsverfahrens im Zusammenhang mit einem Vollstreckungsbeschluss

- Zahlung von "Transferabgaben" bei Lottogewinnen

- Zahlung von Einfuhrabgaben über anonyme Prepaid-Dienstleister

"Im Südwesten Deutschlands sind uns noch keine derartigen Fälle bekannt geworden", erklärt Hans Barth, Leiter des Hauptzollamts Saarbrücken. "Aber wir möchten die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig auf diese Betrugsmaschen aufmerksam machen, um jedweden Schaden zu verhindern." Seien Sie achtsam und wenden Sie sich bei Eingang dubioser Anrufe, Briefe oder E-Mails an ihr zuständiges Hauptzollamt oder die Polizei.

Das Hauptzollamt Saarbrücken ist zuständig für das Saarland und das südliche Rheinland-Pfalz und folgendermaßen erreichbar: Hauptzollamt Saarbrücken, Telefon: 0681 8308-0000, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die bisher bekannten Betrugsmaschen sehen folgendermaßen aus:

Anrufe: Betrüger rufen an und lassen eine Bandansage laufen, in der dem Anrufer suggeriert wird, dass ein Vollstreckungsbeschluss des Zolls vorliege und die Angerufenen zur Abwehr eines Gerichtsverfahrens Zahlungen auf ein Treuhandkonto leisten sollen. Vielfach wird hierfür der Telefonnummernblock des Hauptzollamts Stuttgart (0711 922-XXXX) genutzt. Der Zoll nutzt keine Bandansagen, auch nicht bei Vollstreckungsaufträgen.

Briefpost: In den vergangenen Wochen hatten mehrere Personen, insbesondere in Hamburg, berichtet, dass sie per Post von einer angeblichen Rechtsanwaltskanzlei darüber informiert worden seien, sie hätten im Ausland im Lotto gewonnen. Die Gelder könnten aber noch nicht ausgezahlt werden, da beim Zoll noch "Transferabgaben" gezahlt werden müssten. Die Anrufer berichteten, dass ihnen zusammen mit dem Rechtsanwaltsanschreiben ein entsprechender Brief vom Zoll, mit angeblich korrekten Briefkopfangaben, vorgelegt wurde. Da in der Regel keine Zollabgaben auf Bargeldimporte erhoben werden, sollten derartige Aufforderungen gemeinsam mit dem Zoll auf ihre Richtigkeit geprüft werden.

E-Mails: Der Zoll wurde darauf hingewiesen, dass betrügerische E-Mails mit angeblichem Zollabsender in Umlauf seien. Per E-Mail werden Zahlungen von Zoll und Steuern unter der Nutzung von anonymen Prepaid-Zahlungsdienstleistern angefordert. Der deutsche Zoll fordert niemals die Zahlung von Einfuhrabgaben über Prepaid-Zahlungsdienstleister an.

 

Bad Dürkheim

Streitigkeiten auf Tankstellengelände enden in Körperverletzung - Am 19.07.2020 gegen 06:30 Uhr wurde ein 44-Jähriger auf dem Gelände einer Tankstelle in der Weinstraße Nord in Bad Dürkheim beleidigt und verletzt. Beim Anstehen an der Kasse der Tankstelle kam es zu einem Streit mit einem 75-jährigen Tankstellenbesucher. Dieser beleidigte den 44-Jährigen, versperrte ihm den Weg zu seinem Fahrzeug und stieß ihm schließlich kräftig in den Rücken. Dadurch fiel er zu Boden und verletzte sich hierbei leicht. Als er sich in sein Cabrio setzte und losfahren wollte, kam ein 58-jähriger aus der Tankstelle und versuchte ihn über das geöffnete Fahrzeugverdeck zu greifen. Nachdem eine Tankstellenmitarbeiterin eingeschritten war, konnte er wegfahren und bei der Polizei eine Strafanzeige erstatten. Gegen die beiden Beschuldigten wird nun wegen Beleidigung und Körperverletzung ermittelt.

Beleidung und Bedrohung auf Bahnhofsvorplatz – Am 19.07.2020 gegen 20:00 Uhr wurde im Bereich der Grünanlage am Busbahnhof im Bad Dürkheim ein Passant von einem Mann mit freiem Oberkörper anpöbelt. Vor Ort konnte ein amtsbekannter 39-Jähriger angetroffen und einer Personenkontrolle unterzogen werden. Noch vor der Ankunft der Streifenbesatzung trank er eine mitgeführte Falsche Wodka, welche noch zu einem viertel Voll war, komplett leer. Der 25-jähirge Mitteiler wurde mit den Worten "Arschloch", "Hurensohn", "ich ficke dich" und "ich hau dir die Rübe runter" beleidigt und bedroht. Der 39-jährige stritt die ihm vorgeworfenen Taten ab. Er war stark alkoholisiert, verhielt sich verbal aggressiv und zeigte auffällige Stimmungsschwankungen. Ein Atemalkoholtest konnte er, trotz mehrfacher Versuche, nicht durchführen. Aufgrund der vorliegenden Eigen- und Fremdgefährdung wurde er in eine Klinik in Bad Dürkheim verbracht. Ermittlungen gegen den 39-Jährigen wegen Beleidigung und Bedrohung wurden aufgenommen.

 

Haßloch

Großeinsatz im Holidaypark - Am Sonntag, 19.07., gegen 17.00 Uhr kam es zu einem Großeinsatz der Polizei im Holidaypark, nachdem der Polizei eine Auseinandersetzung zwischen 20 bis 30 Personen gemeldet worden war, die dort aufeinander einschlagen sollen. Es stellte sich heraus, dass eine 12-köpfige Familie im Alter von 4 bis 40 Jahren und eine 9-köpfige Familie im Alter von 1 bis 68 Jahren aus unterschiedlichen hessischen Landesteilen wegen Erziehungsfragen eines Kindes zunächst in verbalen Streit gerieten, der sich dann immer mehr auch in Handgreiflichkeiten steigerte und in den am Ende alle 21 Personen beteiligt waren. Hierbei wurden von den Beteiligten 13 Personen leicht verletzt, 3 von ihnen wurden vorsorglich in ein nahegelegenes Krankenhaus verbracht. Ermittlungsverfahren wegen wechselseitiger Körperverletzung wurden eingeleitet. Den Streithähnen wurde ein Platzverweis erteilt. Beide Familien wurden letztendlich getrennt durch die Polizei bis zur Autobahn begleitet, um ein weiteres Aufeinandertreffen zu verhindern. Zum Zeitpunkt des Vorfalls waren zwischen 4.500 und 5.000 Besucher im Vergnügungspark. Es waren mehrere Funkstreifenwagen des Polizeipräsidiums Rheinpfalz und 3 Rettungsfahrzeuge im Einsatz.

 

Landau

Autofahrer ohne Führerschein und Auto ohne Zulassung - Am Sonntagnachmittag war ein 26-Jähriger mit seinem Auto in Landau unterwegs, obwohl er keinen Führerschein besaß und sein Auto weder zugelassen noch versichert war. Der 26-Jährige hatte einen alten Zulassungstempel an seinem Kennzeichen angebracht, um vorzutäuschen, dass sein Fahrzeug ordnungsgemäß zugelassen sei. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz, sowie Urkundenfälschung eingeleitet.

 

Limburgerhof

Tötungsdelikt in Limburgerhof/Nachtrag - Gemeinsame Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft Frankenthal und Polizeipräsidium Rheinpfalz - Im Falle des Tötungsdelikts in Limburgerhof am 16.07.2020 wurde noch am Freitag (17.07.2020) die Obduktion der 54-Jährigen durchgeführt. Hierbei wurde als todesursächlich ein zentrales Regulationsversagen diagnostiziert. Durch stumpfe Gewalteinwirkung - wahrscheinlich mittels Baseballschlägers - kam es zu Trümmerbrüchen auf der rechten Kopfhälfte.

 

Ludwigshafen

Taxifahrer nimmt Vorfahrt und flüchtet - Ein 63-jähriger Fahrradfahrer stürzte am Sonntag (19.07.2020), nachdem ihm die Vorfahrt genommen wurde. Der Mann fuhr gegen 13 Uhr im Bereich der Raiffeisenstraße in Richtung Am Speyerer Tor. An der Kreuzung zur Poststraße bog plötzlich ein Taxi in den Kreuzungsbereich ein ohne auf den Fahrradfahrer zu achten. Um einen Unfall zu verhindern, wich der 63-Jähriger auf die Bahnschienen aus und stürzte hierbei. Glücklicherweise blieb er unverletzt. Der Taxifahrer setzte unbeirrt seine Fahrt fort. Der Flüchtige war circa 60 Jahre alt und hatte wenig Haare. Bei dem Taxi soll es sich um eine Limousine gehandelt haben. Am Fahrrad entstand ein Sachschaden von 200 Euro. Die Polizei sucht nun den flüchtigen Taxifahrer. Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Ludwigshafen 2, Telefonnummer 0621 963-2222 oder per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Polizeiautobahnstation Ruchheim - Urkundenfälschung u. a. - Beamte der Polizeiautobahnstation Ruchheim waren am Montagmorgen in einem Zivilfahrzeug auf Streife und nahmen Geschwindigkeitsmessungen vor. Gegen 12.55 Uhr fiel den Beamten auf der BAB650 kurz vor dem Autbahnkreuz Ludwigshafen ein 36-jähriger Fahrzeugführer auf, der während der Fahrt sein Mobiltelefon benutzte. Bei der anschließenden Verkehrskontrolle konnten die Beamten weiterhin feststellen, dass das Fahrzeug nicht mehr verkehrssicher war. Die Frontscheibe war komplett eingerissen und die Frontstoßstange war mit mehreren Spaxschrauben an den Rahmen angeschraubt. Laut dem zentralen Verkehrsinformationssystem wäre das Fahrzeug außerdem im April 2020 zur Hauptuntersuchung fällig gewesen. Das Fahrzeug wurde jedoch laut den Eintragungen seit dem nicht vorgeführt. Laut dem ausgehändigten Fahrzeugschein und der Prüfplakette auf dem Kennzeichen wäre das Fahrzeug jedoch im April 2020 bei einem Prüfunternehmen vorgeführt worden. Da sich somit der Verdacht der Urkundenfälschung ergab, wurden bei dem im Stempel genannten Prüfunternehmen weitere Ermittlungen durchgeführt. Schnell erhärtete sich die Tatsache, dass es sich bei den Stempel auf dem Fahrzeugschein um eine Totalfälschung handelt, so dass die Kennzeichen und der Fahrzeugschein sichergestellt wurden. Ein entsprechendes Strafverfahren wurde eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

 

Neustadt

Bei der Festnahme zur Wehr gesetzt - Neustadt/Wstr. - ...hat sich am 18.07.2020, gegen 20 Uhr, ein per Haftbefehl gesuchter, 38-jähriger Mann aus Neustadt/Wstr. Bei der Kontrolle des Mannes im Bereich des Hauptbahnhofs Neustadt wurden die eingesetzten Beamten zunächst beleidigt und beschimpft. Die sich anschließende Festnahme war nur unter erheblichem Kraftaufwand möglich. Im weiteren Verlauf versuchte sich der Mann trotz angelegter Handfesseln mehrfach zu befreien. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung eingeleitet. Er wurde schließlich in die JVA Frankenthal gebracht, wo er eine Restfreiheitsstrafe verbüßen muss.

 

Speyer

Seniorin auf dem Weg zur Kirche beraubt - Am Sonntagmorgen kurz vor 9 Uhr kam es zu einem Handtaschenraub zum Nachteil einer 81jährigen Seniorin aus Speyer. Ein unbekannter Täter trat von hinten an diese heran, als sie gerade das Gelände der St. Joseph Kirche in der Gilgenstraße betrat. Er bemächtige sich dann der von der älteren Frau über der Schulter getragenen Handtasche, indem er rückartig an dieser riss. Die Seniorin wollte die Handtasche zwar noch festhalten, stürzte hierbei aber. Durch den Aufprall auf dem Asphalt erlitt sie eine Platzwunde im Gesichtsbereich. Sie wurde noch während der Sachverhaltsaufnahme vom DRK ärztlich versorgt. Der derzeit unbekannte Täter flüchtete mit dem Diebesgut, in welchem sich ca. 50 EUR Bargeld befand, zu Fuß über die Große Gailergasse. Täterbeschreibung: 40-50jähriger Mann, ca. 180 cm, schwarze Haare und Vollbart, indisches/pakistanisches Erscheinungsbild, dunkler Trainingsanzug, Brille mit getönten Gläsern. Die Polizei sucht Zeugen des Raubes bzw. Personen, denen der Täter auf der Flucht aufgefallen ist. Zeugenhinweise nimmt die Polizei unter der Tel.-Nr. 06232-1370 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen.

Pkw beim Parken beschädigt und geflüchtet - Zwischen Freitag und Samstag verursachte ein unbekannter Verkehrsteilnehmer im Emanuel-Geibel-Weg in Speyer vermutlich im Zusammenhang mit einem Parkvorgang einen Sachschaden iHv. ca. 1500EUR an einem am Fahrbahnrand geparkten VW Passat mit Heilbronner Kennzeichen. Danach verließ er die Örtlichkeit, ohne sich um den durch ihn entstandenen Schaden zu kümmern. Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise zu dem derzeit unbekannten Unfallverursacher geben können. Zeugenhinweise nimmt die Polizei unter der Tel.-Nr. 06232-1370 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen.

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